Eine gesunde Lebensweise kann vor einer Demenzerkrankung schützen. Darauf weist das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hin. Wer sich mit viel Gemüse und Obst gesund ernährt und körperlich aktiv ist, beuge vor. Außerdem sei es gut, sozial aktiv zu bleiben, sich also zum Beispiel regelmäßig mit Freunden und der Familie zu treffen. Und auch Neugier hält den Experten zufolge das Gehirn fit. Im Kern gehe es um eine Hinwendung zum Leben und Lebensfreude, sagt Diplom-Psychologin Christine Sowinski vom KDA. Sogar wenn bereits eine Demenzerkrankung vorliegt, seien die Tipps eine wertvolle Hilfe, betont Sowinski: „Es ist verblüffend, wie sich der Zustand eines Erkrankten bessert, wenn er zum Beispiel regelmäßig mit einem Familienmitglied spazieren geht.“ Das habe sie selbst in ihrer Arbeit mit Betroffenen erlebt.
Alzheimer oder einfach nur altersbedingte Vergesslichkeit? Ob etwas krankhaft ist, kann nur der Arzt beurteilen. Weil Medikamente, die einen Alzheimer-Verlauf verzögern, am besten zu Beginn der Krankheit wirken, ist es umso wichtiger, rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Darauf weist die Alzheimer Forschung Initiative hin. Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt, der bei Bedarf weiterüberweisen kann. Für die Diagnose sind einige Untersuchungen nötig. Im Vorfeld darüber informiert zu sein, kann die Angst vor dem Arztbesuch nehmen. Auf die Erfassung der Krankengeschichte können sich Patienten vorbereiten, indem sie alle Symptome und die zuletzt eingenommenen Medikamente aufschreiben, rät die Initiative. Zudem sollte stets jemand mitkommen, der den Patienten gut kennt. Für die Diagnose wichtig sind – neben der körperlichen Untersuchung und den Laborwerten – auch sogenannte psychometrische Tests: Das sind Fragen und kleine Aufgaben. Hier ist darauf zu achten, dass der Patient alle nötigen Hilfen wie Lesebrille oder Hörgerät trägt. Auch CT oder MRT können Aufschluss über Ursachen der Vergesslichkeit geben.
Immer noch denken manche Patienten mit Rheuma, sie müssten ihre Gelenke schonen. Doch das Gegenteil sei der Fall, erklärt Prof. Hanns-Martin Lorenz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Durch Bewegung bleiben die Gelenke beweglicher, Schmerzen und Abgeschlagenheit lassen nach. Hinzu kommt: Menschen mit Rheuma haben ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dieses Risiko lasse sich durch viel Bewegung wieder senken. Damit ist bei Weitem nicht nur Sport gemeint. Wer permanentes Sitzen durch Steh- und Gehpausen unterbricht, tut seinem Körper viel Gutes. Die Deutsche Rheuma-Liga bietet auch ein spezielles Funktionstraining für Rheumapatienten an. Dabei handelt es sich um eine ergänzende Leistung zur Rehabilitation. Das Training kann von der Kasse erstattet werden.