Apple im „Big Apple“. Nicht wie gewohnt zuhause in Kalifornien, sondern in New York hat Apple seine letzte Neuheiten-Show des Jahres abgehalten. Im Angebot: ein neues MacBook Air, ein neuer Mac mini, ein neues iPad Pro.
MacBook Air
Seit Firmengründer Steve Jobs 2008 das erste MacBook Air aus einem dünnen Briefumschlag gezaubert hat, gilt dieses Modell als Synonym für ultraflache Computer. Zuletzt war das Air mit seinem unscharfen Bildschirm aber technisch veraltet. Die überfällige Runderneuerung hat Apple nun erledigt. Das neue Air bietet erstmals einen scharfen Retina-Bildschirm. Mit 13,3 Zoll ist das Display etwas größer als bisher. Aber weil der Schirm jetzt fast bis zum Rand reicht, ist der 1250 Gramm leichte Laptop insgesamt sogar geschrumpft. Das Gehäuse besteht erstmals aus 100 Prozent recyceltem Aluminium. Apple spricht deshalb vom „grünsten Mac aller Zeiten“. Der CO2-Fußabdruck soll sich gegenüber dem Vorgänger um 50 Prozent reduziert haben. Die Preise beginnen bei 1349 Euro fürs allerdings sehr karge Einstiegsmodell mit 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB SSD-Speicherplatz. Eine sinnvollere Ausstattung mit 16/256 GB kostet 1839 Euro.
Mac mini
Apples einziger Rechner ohne Bildschirm, für den sich die Käufer selbst einen Monitor besorgen müssen, soll nun die Leistung ausgewachsener PCs erreichen. O-Ton bei der Präsentation: „In Sachen Leistung ein echtes Biest!“ Auch das „Biest“ besteht aus 100 Prozent Recycling-Alu. Die Preise starten mit schmalen 8 GB RAM und 128 GB SSD ab 899 Euro. Eine gute Konfiguration mit 16/256 GB liegt bei 1379 Euro.
iPad Pro
Die ganz große Oper spielte sich im Howard Gilman Opera House in Brooklyn aber rund um den Star der Show ab (neben Lana del Rey, die am Ende live auftrat) – dem neuen iPad Pro. Auch bei seinem Top-Tablet hat Apple jetzt den Home-Knopf in Rente geschickt und durch Gesichtserkennung sowie Gestensteuerung ersetzt. Eingebaut ist ein neuer A12X-Prozessor, über den Manager John Turner Wunderdinge verkündete: „Diese iPad Pro sind schneller als 92 Prozent der tragbaren PCs, die in den letzten zwölf Monaten weltweit verkauft wurden.“ Die Grafikleistung soll ziemlich exakt 1000 Mal höher liegen als beim ersten iPad aus dem Jahr 2010. Die Pro-Modelle kommen auch zu Pro-Preisen. Los geht’s ab 879 Euro für den 11-Zöller mit 64 GB Speicher – für so ein Arbeitsgerät leider zu wenig Platz. Interessant wird es mit 256 GB für 1049 Euro. Der 12,9-Zoll-Riese liegt zwischen 1099 Euro (64 GB) und 1929 Euro mit 1 TB Speicherplatz.
JÖRG HEINRICH