Deutscher Lebertag am 20. November: „Ist Ihre Leber gesund?“

von Redaktion

Hat sich zu viel Fett in den Leberzellen eingelagert, merken Betroffene das zunächst nicht: Die Leber leidet lange stumm. Das gilt selbst dann, wenn sich die verfettete Leber entzündet hat. Die Frage „Ist Ihre Leber gesund?“ lässt sich trotzdem schnell klären – und zwar, indem Sie gelegentlich Ihre Leberwerte im Blut überprüfen lassen. Darauf weisen die „Gastro Liga“ und die „Deutsche Leberhilfe“ anlässlich des Deutschen Lebertags am 20. November hin (mehr Infos: www.lebertag.org). Für die Routinekontrolle der Leber reichen schon drei Blutwerte, die wir Ihnen hier vorstellen. Sind sie erhöht, ist das zunächst einmal nur ein Hinweis, dass mit der Leber etwas nicht stimmt – geraten Sie also nicht gleich in Panik! Ob wirklich eine Erkrankung vorliegt, wird der Arzt mit weiteren Untersuchungen klären, etwa durch ergänzende Laborwerte und mit einem Ultraschall der Leber. „GOT“ oder „ASAT“ sind beides Abkürzungen für dasselbe Enzym, eine „Transaminase“. Sie ist wichtig für den Aminosäure-Stoffwechsel. Da das Enzym aber nicht nur in der Leber, sondern in fast allen Organen vorkommt, muss die Ursache für einen erhöhten GOT-Wert nicht zwangsläufig in der Leber liegen. Als normal gelten in der Regel Werte bis 35 U/l Blutserum für Frauen und bis zu 50 U/l bei Männern. „GPT“ oder „ALAT“ ist ein Enzym, ebenfalls eine „Transaminase“, die wichtig für den Abbau von Aminosäuren ist. Gehen Leberzellen zugrunde, wird GPT aus diesen Zellen ins Blut freigesetzt – darum steigt der Wert. Er ist also ein Anzeichen für Leberschäden, kann aber etwa auch Muskelerkrankungen anzeigen. Bei Frauen sollte der Wert bis 30 U/l liegen, bei Männern bei maximal 50 U/l. „GGT“ oder „Gamma-GT“ ist ein weiteres Enzym, eine „Transferase“. Ist der Wert erhöht, kann das auf eine Erkrankung der Leber oder der Gallengänge hindeuten. Bei Frauen gelten Werte bis 40 U/l und bei Männern bis 60 U/l als normal.  ae

Artikel 2 von 7