Stark muss er sein, schwarz muss er sein. Oder cremig, als Cappuccino oder Latte macchiato. So oder so: 85 Prozent der Deutschen trinken regelmäßig Kaffee. Kein Wunder, dass es jede Menge schlaue Technik gibt, die sich Kaffeetanten und Kaffeeonkel auf ihren Wunschzettel schreiben.
Smarter Becher
Der Ember Temperature Control Travel Mug ist so clever, dass ihn in den USA sogar Apple verkauft. Per iPhone-App lässt sich die Kaffeetemperatur zwischen 49 und 63 Grad einstellen, der Akku hält den Wert dann bis zu zwei Stunden konstant. Außerdem ist der Becher mit Apples Gesundheits-App „Health“ verbunden, und behält den Koffeinkonsum im Blick. In Deutschland ist er noch nicht offiziell zu haben, lässt sich aber für 170 Euro inklusive Versand bei Amazon (bit.ly/schlau-becher) in den USA bestellen.
Nespresso per App
Die sündteuren Alu-Kapseln sind ökologisch höchst umstritten. Aber weil der Kaffee schmeckt und simpel zuzubereiten ist, sind sie trotzdem enorm beliebt. Die smarteste Art, auf den Spuren von George Clooney Espresso zu trinken, funktioniert mit den Expert-Maschinen von Krups und De’Longhi ab 150 Euro. Hier lassen sich per App unter anderem vier Tassengrößen von Ristretto bis Americano sowie drei Temperaturen einstellen.
Schlaue Gina
Die schlaue Kaffeemaschine Gina ist ein Fall für echte Bohnen-Experten. Drei Brauarten sind möglich: Pour-Over, French Press und Eiskaffee. Eine Bluetooth-Waage misst die eingefüllte Kaffeemenge. Die App zeichnet den Brühprozess in allen Details auf. Die „Kompositionen“ lassen sich damit exakt wiederholen, und mit anderen Besitzern der Gina teilen. Wer einen Brühstart in den Tag hinlegen will: Gina kostet 223,50 Euro (bit.ly/gina-kaffee).
Alles in einem
Die Smarter SMC10EU Coffee (319 Euro, bit.ly/schlau-kaffee) mit integriertem Mahlwerk ist laut Hersteller die erste „Alles-in-einem-Maschine“ mit Internetanschluss, die wirklich den kompletten Prozess des Kaffeekochens per App erledigt, von der Bohne bis zur Tasse. Wer will, startet das Kaffeekochen vollautomatisch mit dem Wecker in der Früh. Die App meldet auch, wenn der Kaffee fertig oder der Wassertank leer ist.
Auto-matisch
Mit der Espressomaschine für den 12-Volt-Zigarettenanzünder wird das Auto zur rollenden Kaffeebar. Die Handpresso zaubert aus kaltem Wasser und gemahlenem Kaffee frischen Espresso. Das funktioniert mit den handelsüblichen Senseo-Zellstoffpads und mit Nespresso-Kapseln. Dank ordentlicher 16 bar Druck liefert die Maschine sehr guten Italo-Kaffee mit Crema – ideal für den nervigen Stau am Morgen. Die Handpresso gibt’as ab 99 Euro (handpresso.com). Das Ganze lässt sich aber auch manuell und ohne Auto erledigen. Die „Handpresso Pump“ für 79 Euro ist eine Art Kaffee-Luftpumpe, die mit fleißigem Pumpen ebenfalls 16 bar Druck erzeugt. Smartphones befindet.
JÖRG HEINRICH