Jede Wunde stellt ein Einfallstor für Bakterien dar. Daher sollte man selbst kleine Verletzungen, wie Schürfwunden und Schnitte, sorgfältig desinfizieren. Dazu eignen sich antiseptische Sprays aus der Apotheke. Als besonders riskant gelten Bissverletzungen von Katzen, Hunden und vor allem Menschen, wie der Allgemeinmediziner Professor Jörg Schelling aus dem Kreis München im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ warnt. „In der Mundhöhle sitzen gefährliche Bakterien.“ Doch selbst aus winzigen Insektenstichen kann sich eine Infektion entwickeln – besonders wenn man kratzt. „Gegen Entzündung und Juckreiz helfen Kortisoncremes“, sagt die Weilheimer Apothekerin Iris Hundertmark. Zudem gibt es Gele mit dem Antihistaminikum Dimetinden oder Thermosticks aus der Apotheke. Unbedingt einen Arzt aufsuchen sollte man, wenn sich ein roter Strich bildet. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Lymphbahnen.
Die Kommunikation mit Demenzkranken kann zur Herausforderung werden. Die Zeitschrift „Apotheken Umschau“ rät, langsam und deutlich zu sprechen. Angehörige sollten zudem kurze Sätze verwenden. Weiterhin helfe es, Blickkontakt mit dem Gegenüber zu halten. Warum-, Wann- und Wo-Fragen gilt es zu vermeiden. Ebenfalls wichtig: sich Zeit zu lassen für Fragen und Gespräche.
Viele Ältere empfinden ein warmes Bad als angenehm. Wer körperlich schon etwas beeinträchtigt ist, sollte allerdings vorsichtig sein, wenn er in die Wanne steigt oder sie wieder verlässt. Für mehr Sicherheit hierbei sorgt eventuell ein Badewannenlift, heißt es bei der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Es gibt zum Beispiel spezielle Sitze mit Rückenlehne, die in der Badewanne stehen – das ist der klassische Badelift. Möglich ist auch, einen Tuchlifter oder Gurtlift anzubringen. Dabei wird ein stabiles Tuch von einem Badewannenrand zum anderen gespannt. Man setzt sich darauf und lässt sich dann langsam in die Wanne herab. Eine einfache Lösung sind spezielle Kissen, die mittels eines Kompressors aufgeblasen werden. Indem man per Fernbedienung langsam die Luft ablässt, sinkt man kontrolliert in die Wanne. Die Krankenkassen beteiligen sich bei Standardmodellen meist an den Kosten, wenn der Arzt ein Rezept ausgestellt hat.
Regelmäßiges Muskeltraining sollte für ältere Menschen zum Alltag gehören wie Essen oder Trinken. Darauf weisen die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hin. Mit zunehmendem Alter steige das Risiko für Stürze mit Verletzungen. Um dem vorzubeugen, sei es wichtig, den Körper fit zu halten – etwa durch Spaziergänge, Wandern oder Treppensteigen.