Prednisolon: Was hilft den Nebennieren?

von Redaktion

Leser, 68: Wegen einer Vaskulitis, einer Entzündung der Blutgefäße, bekam ich „Prednisolon“. Doch auch zehn Monate nach dem allmählichen Absetzen haben sich meine Nebennieren nicht erholt. Kann ich das positiv beeinflussen? Ich ernähre mich bereits gesund.

Auch nach allmählichem Absetzen von „Prednisolon“ kann es passieren, dass die Nebennieren danach nicht wieder beginnen, ausreichend körpereigenes Cortisol zu produzieren. Symptome dieses Hormonmangels sind unter anderem Neigung zu niedrigem Blutdruck und Blutzucker, Müdigkeit, Frösteln und Frieren, manchmal auch Muskel-, Gelenk- und Knochenschmerzen. Dies sollte man bei einer entsprechenden Vorgeschichte bedenken und durch eine endokrinologische Funktionsdiagnostik abklären. Liegt tatsächlich ein Cortisolmangel vor – ausgelöst durch eine Nebennierenrinden-Insuffizienz –, muss das Hormon in Form von Hydrocortison-Tabletten oder ähnlichem unbedingt ersetzt werden. In Schulungen lernen Betroffene, die Hydrocortison-Dosis selbstständig anzupassen, um lebensgefährliche Cortisol-Mangelsituationen („Krisen“) zu vermeiden. Diese können etwa bei fieberhaften Infekten, OPs etc. auftreten. Leider gibt es keine weiteren, anerkannten Möglichkeiten, die körpereigene Produktion von Cortisol anzuregen.

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