Drei besondere astronomische Höhepunkte hat das Jahr 2019 zu bieten: Im Januar eine totale Mondfinsternis, im Juli eine partielle – und einen speziellen Blick auf den Planeten Merkur im November.
Am 21. Januar findet in den frühen Morgenstunden eine totale Mondfinsternis statt, die von Mitteleuropa aus beobachtbar ist. Eine partielle Mondfinsternis lässt sich am 16. Juli in der ersten Nachthälfte beobachten.
Am 11. November zieht Merkur als dunkler Punkt vor der hellen Sonnenscheibe vorbei. Wer dieses seltene Ereignis verpasst, erhält erst wieder am 13. November 2032 eine Chance: Dann wird der sonnennächste Planet abermals von der Erde aus gesehen vormittags vor die Sonne treten.
Venus beginnt das Jahr als Morgenstern. Am 6. Januar erreicht sie ihren größten westlichen Abstand von der Sonne. Von Januar bis Ende Juni ist unser innerer Nachbarplanet am Morgenhimmel vertreten. Dann beendet die Venus ihre Morgensichtbarkeit. Am 14. August holt sie die Sonne ein. Sie bleibt dann nachts unsichtbar. Ende Oktober taucht Venus am Abendhimmel auf und beginnt ihre Abendsternperiode. Ihre Rolle als Abendstern spielt sie dann bis Mai 2020.
Mars ist zu Jahresbeginn Planet der ersten Nachthälfte. Er wandert im Januar durch das Sternbild Fische. Am 13. wechselt er in das Sternbild Widder. Anfang Juni wird der Rote Planet unbeobachtbar, da er schon in der hellen Abenddämmerung untergeht. Am 2. September holt ihn die Sonne ein – er steht in Konjunktion mit ihr. Er hält sich somit am Taghimmel auf und bleibt nachts unsichtbar. Ende Oktober taucht Mars am Morgenhimmel auf und ist bis Jahresende am Morgenhimmel sichtbar.
Jupiter ist zu Jahresanfang am Morgenhimmel zu sehen. Am 10. Juni kommt der Riesenplanet im Sternbild Schlangenträger in Opposition zur Sonne. Er ist dann das dominierende Gestirn am Nachthimmel. Zur Opposition nimmt Jupiter seine kleinste Entfernung von der Erde ein. Es trennen ihn dabei 641 Millionen Kilometer von uns, also die mehr als vierfache Distanz Sonne-Erde. Dies entspricht einer Lichtlaufzeit von 35 Minuten und 38 Sekunden. Bis Anfang November kann der Riesenplanet am Abendhimmel gesehen werden. Am 27. Dezember trifft er mit der Sonne zusammen und steht unbeobachtbar am Taghimmel.
Saturn bleibt im Januar unsichtbar. Um Mitte Februar taucht der Ringplanet am Morgenhimmel tief im Südosten auf. Bis Sommer wird er zum Planeten der gesamten Nacht. Er steht am 9. Juli im Sternbild Schütze in Gegenschein zur Sonne. Bis Ende November ist der Ringplanet am Abendhimmel vertreten.
Merkur zeigt sich Mitte Februar bis Anfang März sowie im Juni am Abendhimmel. Mitte August und Ende November bis Anfang Dezember bietet er eine Morgensichtbarkeit. Der sonnennächste Planet ist schwierig zu beobachten. Er zeigt sich immer nur wenige Tage entweder in der Abenddämmerung tief am Westhimmel oder in der Morgendämmerung knapp über dem Osthorizont für jeweils etwa eine halbe Stunde.