Glutenintoleranz: Wie stellt man das fest?

von Redaktion

Leserin: Lässt sich eine Glutenunverträglichkeit bei einem 13-Jährigen auch über einen Bluttest feststellen?

Die Glutenintoleranz „Zöliakie“ wird durch ein Weizen-Eiweiß, das „Gluten“, ausgelöst. Sie lässt sich im Blut feststellen, auch bei einem 13-Jährigen. Dazu können Antikörper gegen „Transglutaminase“, „deamidierte Gliadinpeptide“ oder „Endomysium“ in spezialisierten Labors bestimmt werden, an die Kliniken genauso wie Hausärzte Blut senden können. Das Ergebnis liegt innerhalb weniger Tage vor. Der Antikörpernachweis ersetzt ein Verfahren, das bislang Standard der Zöliakiediagnostik war, nämlich endoskopisch eine Gewebeprobe aus dem Zwölffingerdarm zu entnehmen. Das erleichtert die Diagnose gerade bei Kindern deutlich. Wichtig zu wissen, wenn das Kind auf Weizen reagiert: Es gibt auch eine Gluten-unabhängige Weizenallergie, die mit einem „Pricktest“, also einem Allergietest auf der Haut, festgestellt wird. Sie wird durch ein spezifisch gegen Weizenallergene gerichtetes Immunglobulin-E (IgE) ausgelöst. Davon abzugrenzen ist schließlich noch die „Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität“: Hier lassen sich weder zöliakietypische Antikörper noch gegen Weizenallergene gerichtetes IgE nachweisen. Diese Diagnose lässt sich stellen, wenn Ursachen wie eine Zöliakie, Weizenallergie und ein „Reizdarmsyndrom“ ausgeschlossen wurden: Ob ein Reizdarm vorliegt, lässt sich klären, indem man sorgfältig Tagebuch führt und darin einträgt, was man gegessen hat und welche Beschwerden man hatte.

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