TIPPS IN KÜRZE

Berufserfahrungen helfen im Ehrenamt

von Redaktion

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich in der Schulbildung viel getan: Manches wird heute ganz anders gelehrt als früher. Können Großeltern ihren Enkeln dennoch bei den Hausaufgaben helfen? „Unbedingt“, sagt Psychologe und Ratgeberautor Hans Berwanger. Oma und Opa sollten sich aber hüten, die Kinder zu korrigieren, und stattdessen partnerschaftlich mit ihnen lernen. Das geht ganz einfach: Man nimmt sich ein eigenes Blatt Papier und einen eigenen Stift und löst eine Textaufgabe laut denkend so, wie man es selbst gelernt hat. Dann wird das Blatt umgedreht und man fordert das Enkelkind auf: „Jetzt zeig mal, wie ihr das heute macht.“ Auf diese Weise können Großeltern ihren Enkeln Dinge erklären, ohne zu verbessern oder die Methoden des Lehrers infrage zu stellen.

Für Ältere gibt es verschiedene Produkte, die das oft mühsame Anziehen erleichtern sollen. Vor dem Kauf sollten Verbraucher die Ankleidehilfen aber möglichst einmal testen, heißt es im „Senioren Ratgeber“. So gehen sie sicher, dass der kleine Helfer in ihrem Fall auch tatsächlich eine Hilfe ist. Sockenanzieher zum Beispiel gibt es in verschiedenen Grifflängen und mit unterschiedlich großen Einstiegslöchern. Und auch Knöpfhilfen für Hemd oder Jacke haben ganz unterschiedliche Varianten: Manche bieten zum Beispiel gepolsterte Griffe für steife Finger, andere haben einen Haken und helfen so auch beim Auf- und Zuziehen von Reißverschlüssen.

Vor einer Herzoperation sollten sich Patienten oder ihre Angehörigen rechtzeitig um die Zeit danach kümmern. Denn nach dem Eingriff ist der Körper für eine gewisse Zeit weniger belastbar, heißt es beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG). Betroffene können deshalb zum Beispiel bei der Krankenkasse eine Haushaltshilfe beantragen, das geht bereits vor der OP. Oder sie stellen gemeinsam mit Angehörigen und Freunden einen Plan auf, wer wann beim Putzen oder Einkaufen helfen kann. Wann der Körper nach einer Operation wieder belastbar ist und bei welchen Tätigkeiten eine Überlastung droht, erfahren Betroffene in der Regel in der Klinik oder in der Reha.

Ein Ehrenamt ist eine gute Gelegenheit, aktiv zu bleiben und andere Leute kennenzulernen. Dabei gehe es um weit mehr als Kuchenbacken, sagt Nikolaus Sigrist von der Akademie für Ehrenamtlichkeit in der Zeitschrift „Neue Apotheken Illustrierte“. Ältere könnten auch Erfahrungen aus dem Beruf mit einbringen. Engagieren können sie sich in Sportvereinen, Kirchen, Kitas oder Schulen. Wohlfahrtsverbände, die Gemeinde oder Freiwilligenagenturen sind gute Ansprechpartner für die Suche nach einem „Platz“.

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