TIPPS IN KÜRZE

Nach Erkältung erst mal keinen Sport

von Redaktion

Menschen mit Krampfadern oder Venenproblemen sollten die Sauna besser meiden. „Jede Erwärmung zieht eine Erweiterung der Gefäße nach sich, die bei Venenerkrankungen nachteilig ist“, erklärt der wissenschaftliche Leiter des Instituts für Rehabilitationsmedizinische Forschung an der Universität Ulm, Professor Gert Krischak, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Betroffene, die auf ein Schwitzbad dennoch nicht verzichten wollen, sollten nach dem Saunagang „gut abkühlen und danach Kompressionsstrümpfe anziehen“. Auch rät der Mediziner davon ab, während eines akuten Rheumaschubs in die Sauna zu gehen. Die Hitze fördere entzündliche Prozesse. Da Schwitzbäder das Herz-Kreislauf-System belasten, sollten Menschen mit chronischen Erkrankungen vorab mit ihrem Arzt klären, ob Saunagänge für sie geeignet sind. Gibt der Mediziner grünes Licht, ist es bei hohem Blutdruck und Herzschwäche ratsam, die Belastung anfangs niedrig zu halten und sehr langsam zu steigern.

Haustiere können Freunde oder Seelentröster sein und manchmal sogar therapeutische Wirkung haben. So haben Hunde beispielsweise einen günstigen Einfluss auf mehrere Risikofaktoren für Herz und Kreislauf wie Übergewicht, Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte und Stress. Doch insbesondere Senioren trauen sich die Haltung eines Tiers oft nicht mehr zu. Trotzdem müssen sie deshalb nicht ganz auf Tiere verzichten, wie das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ schreibt. Über Tierheime, Tierschutzorganisationen oder im Internet kann man zum Beispiel Kontakt zu „Sittervereinen“ erhalten. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und unterstützen sich gegenseitig, wenn sich mal jemand anderes als der Besitzer um ein Tier kümmern muss. Eine andere Möglichkeit für Senioren ist, Tiersitter zu werden. Viele Menschen freuen sich, wenn jemand ihren Hund oder ihre Katze betreut, während sie im Urlaub oder tagsüber im Büro sind. Im Internet gibt es Plattformen. Auch Nachbarn und Bekannte sind oft froh, wenn sie ihr Tier mal abgegeben können.

So gut Sport für die Gesundheit auch ist – nach einer Erkältung ist zunächst Schonung wichtig. „Fünf bis zehn Prozent aller viralen Infekte weisen eine Herzmuskelbeteiligung auf“, erklärt der Direktor der Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum des Saarlandes, Professor Michael Böhm, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Meistens gelinge es dem Immunsystem, „die Eindringlinge zu überwältigen“, bevor sie das Herz schädigen. Doch hat sich jemand noch nicht von einer Infektion erholt, „kann körperliche Anstrengung aus einer stummen, unbedeutenden Herzmuskelentzündung eine ernsthafte Erkrankung machen“, warnt der Kardiologe. Daher: nichts überstürzen.

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