NEUE KOLUMNE

Zehn Tipps für die Arztauswahl

von Redaktion

Mit zunehmendem Alter treten öfter Wehwehchen auf. Manche Menschen fragen sich dann, ob sie nun häufiger zum Arzt gehen müssen. Pauschal lässt sich das zwar nicht eindeutig beantworten. Doch ab März wird Dr. Sebastian Brechenmacher, hausärztlich tätiger Internist mit Praxis in Krailling (Kreis Starnberg), die wichtigsten Themen für uns behandeln – und zwar in einer neuen Kolumne. Diese erscheint ein- bis zweimal pro Monat und widmet sich sich unter anderem Fragen rund um die Prävention und das Gesund-Bleiben.

Entscheidend bei allen Gesundheitsfragen ist die Fitness des Patienten. „Es gibt inzwischen viele 70-Jährige, die noch jeden Tag auf dem Tennisplatz stehen“, heißt es beim Deutschen Hausärzteverband. Grundsätzlich gilt: Gesunde Menschen ab 65 Jahren sollten alle zwei Jahre an der Gesundheits- und Krebsvorsorge teilnehmen; dazu gehört zum Beispiel ein Hautkrebs-Screening. Zudem ist Experten zufolge mit fortschreitendem Alter auch eine Früherkennung von Hirnleistungs- und Gangstörungen sinnvoll. Weiterhin sollte die Funktion von Leber und Niere von Zeit zu Zeit überprüft werden. Ansprechpartner für solche „Check-ups“ sind Hausärzte.

Wie man den richtigen Arzt findet? Der „Seniorenratgeber“ hat dafür zehn Kriterien ausgearbeitet: 1. Die Praxis ist gut erreichbar. „Ein kurzer Anfahrtsweg ist wichtig“, gerade beim Hausarzt und bei Fachärzten, die man regelmäßig aufsuchen muss. 2. Der Umgangston ist freundlich; dieser könne nämlich „ein Hinweis darauf sein, wie mit Patienten umgegangen wird“, heißt es. 3. Die Intimsphäre wird geachtet – eine gute Praxis nehme „Rücksicht auf das persönliche Schamempfinden“. 4. Bekannte empfehlen den Arzt weiter; Tipps aus dem Internet sind indes mit Vorsicht zu genießen. 5. Der Arzt nimmt sich Zeit, das ist ein Zeichen von Menschlichkeit und Professionalität. 6. Der Arzt spricht verständlich, nicht in medizinischen Fachbegriffen. 7. Der Arzt beteiligt Patienten an Entscheidungen – und informiert sie offen über Vor- und Nachteile der unterschiedlicher Therapien. 8. Arzt oder Ärztin? Das muss der Patient für sich entscheiden. 9. Transparenz bei IGe-Leistungen, also bei Indivduellen Gesundheits-Leistungen, die man selbst zahlt. 10. Auswahl von unabhängigem Infomaterial, etwa von Patientenorganisationen.  bn

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