Schleimbeutel im Knie: Muss er raus?

von Redaktion

Leser: Ich wurde im Mai 2018 am linken Knie operiert. Dabei wurde der Schleimbeutel entfernt. Jetzt spüre ich Schmerzen im rechten Knie. Muss der Schleimbeutel immer entfernt werden oder gibt es eine andere Methode – wie zum Beispiel Absaugen?

Da Ihre Angaben nicht sehr genau sind, kann ich Ihnen leider nur eine allgemeine Antwort geben: Schleimbeutel haben wir an verschiedenen Orten am Körper, um Scherkräfte zwischen Haut und darunter liegendem Knochen zu vermeiden – typischerweise am Ellenbogen- oder auch am Kniegelenk, vor der Kniescheibe. Ein Schleimbeutel ist eine dünne Verschiebeschicht, die mit etwas Flüssigkeit gefüllt ist. Sie kann sich – so wie oft bei Fliesenlegern der Fall – durch Belastung und Irritation entzünden. Bei der Untersuchung spürt man eine Schwellung über dem Gelenk. Ungewöhnlich warm fühlt es sich aber meist nicht an und ist auch normal beweglich. Da auch Bakterien oder Gicht zu einer Entzündung führen können, ist zur Abgrenzung eine genaue Untersuchung immer sinnvoll. Ist die Schwellung nur mäßig, ist es besser, den Erguss erst zu punktieren und mit einem Druckverband mit Eis und Umschlägen zu behandeln. Nur wenn diese Therapie keinen Erfolg zeigt und es immer wieder zu Beschwerden kommt, lohnt es sich, den Schleimbeutel operativ zu entfernen.

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