„FARKOR“: Einzigartiges Projekt zur Darmkrebs-Vorsorge in Bayern

von Redaktion

Das Projekt „FARKOR“, das seit Oktober 2018 bayernweit läuft, soll eine Versorgungslücke schließen. Denn derzeit haben Versicherte erst ab 50 Jahren einmal jährlich Anspruch auf einen Test auf Blut im Stuhl. Ab einem Alter von 55 Jahren zahlen die gesetzlichen Krankenkassen zudem eine Darmspiegelung, die bei unauffälligem Befund nach zehn Jahren wiederholt werden soll.

Doch das ist oft zu spät! Denn an Darmkrebs erkranken auch junge Leute – gefährdet sind dabei vor allem Menschen, in deren Familien es bereits Darmkrebsfälle gibt. Man spricht dann von einem familiären Darmkrebsrisiko. So wie bei Melanie Maurer in unserer Geschichte (Haupttext).

Deshalb gibt es exklusiv in Bayern ein Projekt, mit dem solche Menschen schon ab einem Alter von 25 Jahren Vorsorgeleistungen kostenfrei nutzen können. Beinahe alle bayerischen Krankenkassen sind an dem sogenannten FARKOR-Projekt beteiligt. Eine Abkürzung für Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom. Dieses Projekt ist bundesweit einzigartig. Welche Mediziner mitmachen, erfahren Sie im Internet unter www.darmkrebs-in-der-familie.de.

Besonders wichtig: Eltern, die mal Darmkrebs hatten, sollten so früh wie möglich mit ihren (erwachsenen) Kindern sprechen. Denn früh erkannt, ist Darmkrebs gut therapierbar!

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