Nachblutungen nach Prostata-OP normal?

von Redaktion

Leser: Ich wurde vor etwa acht Wochen an der Prostata operiert. Der Chirurg sagte, dass immer wieder Nachblutungen einsetzen können. Nun lebe ich im Altenheim, wo man über das Nachbluten sehr erstaunt war. Ist das also nicht normal – und was kann ich tun?

Bei einer gutartigen Prostata-Vergrößerung engt die unterhalb der Harnblase liegende Prostata die Harnröhre ein und führt zu Problemen beim Wasserlassen. Dieses einengende Gewebe kann in einer Operation über die Harnröhre „gehobelt“, also entfernt werden. In der Folge entsteht um die Harnröhre herum eine Wundhöhle – ähnlich einer großflächigen Wunde der Haut. Bis diese vollständig abgeheilt ist, kann es bis zu acht Wochen dauern. In dieser Zeit kann es in der Tat immer wieder kleinere Blutungen aus noch nicht vollständig abgeheilten Bereichen geben. Sie können das Abheilen unterstützen, indem Sie auf Saunagänge und Vollbäder verzichten. Denn große Wärme erweitert die Gefäße und erhöht somit das Risiko stärkerer Blutungen. Zusätzlich sollten Sie auf eine mechanische Belastung der Damm-Region, wie sie zum Beispiel beim Fahrradfahren auftritt, verzichten.

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