Lässt sich Parkinson erschnüffeln?

von Redaktion

Kann es eine Parkinson-Diagnose per Nase geben? Möglich wäre es. Denn: Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass der Hauttalg von Parkinson-Kranken einen durchaus charakteristischen Geruch hat. Demnach kommen bestimmte Duftstoffe auf der Haut von Betroffenen in ganz anderen Konzentrationen vor als bei Menschen, die nicht an Parkinson leiden. Dies könnte sich künftig vielleicht zur Früherkennung nutzen lassen.

„Ob spezielle Gerüche auch ein Symptom neurodegenerativer Erkrankungen wie Parkinson sein können, dafür gab es bislang allerdings keine Belege“, sagt Forscher Drupad Trivedi von der University of Manchester. Aber: In der Tat wird am oberen Rücken und auf der Stirn besonders viel Hauttalg produziert. Auf der Haut von Menschen mit Parkinson findet sich auch deutlich mehr dieses „Sebums“.

Die Wissenschaftler um Trivedi hatten 64 Sebum-Proben vom Rücken genommen – darunter Sebum von 43 Parkinson-Patienten und von 21 Kontrollpersonen. Danach analysierten sie die sogenannten Metabolite dieser Proben, das sind jene Substanzen, die potenziell zum Geruch des Hauttalgs beitragen. Das Ergebnis war eindeutig: Tatsächlich zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen.  bn

Artikel 2 von 5