Immer öfter Vorhofflimmern: Was hilft?

von Redaktion

Leser, 57: Seit 25 Jahren habe ich Vorhofflimmern, nehme „Flecainid“ und „Bisoprolol“. Seit sieben Monaten werden die Anfälle häufiger. Früher waren sie kurz, kamen zwei Wochen alle paar Tage. Dann war zwei Monate Ruhe. Heute treten die Anfälle fast täglich auf, halten bis zu 55 Stunden an. Der Kardiologe rät zu einer Katheterablation. Ende 2018 war ich bei einer Herzkatheter-Untersuchung, weil ich bei geringer Anstrengung Luftnot bekam. Was kann ich tun?

Sie beschreiben den typischen Verlauf der Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern: Anfänglich treten die Episoden nur kurz und in längeren Abständen auf. Mit der Zeit nehmen Häufigkeit der Anfälle und die Dauer der Episoden zu. Die Therapie mit „Flecainid“ ist gut etabliert und oft lange Zeit sehr hilfreich. Trotz dieser Behandlung kann Vorhofflimmern hartnäckiger werden. Bei Ihnen stellt sich nun die Frage nach einer Therapieänderung. Sie haben zwar schon seit Jahren Vorhofflimmern, aber nach wie vor die anfallsweise Variante. Damit haben Sie eine relativ gute Chance, dass sich Ihre Beschwerden durch eine Katheterablation bessern. Dazu sollten Sie sich in einem Herzrhythmuszentrum mit erfahrenen Ärzten vorstellen. Nehmen Sie Ihre Krankenunterlagen mit und lassen sich dort zu einer Katheterablation beraten. Zudem ist es ebenfalls wichtig, gründlich zu prüfen, ob weitere Möglichkeiten infrage kommen, Ihre Situation zu verbessern – und ob Sie trotz Ihres jungen Alters eine dauerhafte Blutverdünnung benötigen.

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