Bei diesem Verfahren wird endoskopisch über die Harnröhre sehr heißer Wasserdampf in die Prostata geleitet. Als Folge dieses thermischen Schadens schrumpfen die inneren Anteile der Prostata – das Wasserlassen wird wieder leichter. Der größte Vorteil des Systems ist die kurze Behandlungsdauer von nur wenigen Minuten. Daher können auch sehr kranke Patienten behandelt werden. Das System ist allerdings erst seit wenigen Jahren auf dem Markt. Es gibt daher bislang nur wenige Daten zum langfristigen Behandlungserfolg. Eine weitere wichtige Einschränkung ist, dass sich damit wahrscheinlich nur kleine bis mittelgroße Prostatadrüsen gut behandeln lassen. Am Klinikum Großhadern verwenden wir daher seit vielen Jahren das ebenfalls sehr schonende „HoLEP-Laserverfahren“, für das auch sehr gute Langzeitergebnisse vorliegen und bei dem es auch keine Größenbeschränkung der zu behandelnden Prostata gibt.