TIPPS IN KÜRZE

Eingewöhnungszeit für Gleitsichtbrille

von Redaktion

Demenzkranke schlafen besser, wenn es kurz vorher nicht mehr allzu aufregend zugeht. Spannende oder anregende Aktivitäten sollten pflegende Angehörige daher am besten auf den Vormittag legen, heißt es in der Zeitschrift „Senioren Ratgeber“. Vor dem Schlafengehen ist Ruhe das beste Mittel – in Form von Musik etwa, auch ein Bad oder Massagen helfen beim Entspannen. Eine gute Einschlafhilfe ist die richtige Kombination aus Wärme und Kälte: Der Körper selbst sollte eher warm sein, dank dicker Socken oder einer Wärmflasche zum Beispiel. Im Schlafzimmer darf es dafür eher kalt sein, ideal sind 16 bis 20 Grad. Für erholsame Nächte kann es auch gut sein, wenn Demenzkranke immer zur selben Zeit ins Bett gehen – und der Wecker morgens auch immer zur selben Zeit klingelt. Denn feste Abläufe geben Halt. Trotzdem ist es oft nicht zu vermeiden, dass Menschen mit Demenz nachts aufwachen und womöglich durch die Wohnung laufen. Dafür sollten Angehörige vorsorgen: etwa mit gedämpfter Beleuchtung für mehr Trittsicherheit und bessere Orientierung. Räume mit „gefährlichem Inhalt“ kann man zum Beispiel auch absperren.

Bestimmte Medikamente sorgen bei älteren Menschen für weniger Sicherheit beim Gehen – und damit für höhere Sturzgefahr. Das sind zum Beispiel Antidepressiva und Neuroleptika, aber auch Mittel gegen Bluthochdruck oder Herzrhythmus-Störungen. Gefährdet sind eventuell auch Senioren mit einer sogenannten Polymedikation, die also dauerhaft mehr als drei Arzneimittel einnehmen. Um die Sicherheit beim Gehen wieder zu erhöhen, können Betroffene ihren Arzt bitten, die verschiedenen Medikamente und ihre Wirkstoffe auf Neben- und Wechselwirkungen zu überprüfen. Zudem sollten sie Stolperfallen im Haushalt möglichst beseitigen, lose Teppiche oder herumliegende Kabel zum Beispiel. Haltegriffe geben zusätzliche Sicherheit, ebenso wie eine ausreichende Beleuchtung, die dabei aber nicht blenden darf.

An eine Gleitsichtbrille muss sich das Gehirn erst gewöhnen. Länger als eine Woche sollte es aber nicht dauern, bis Neulinge gut mit der Sehhilfe zurechtkommen. Darauf weist das Kuratorium „Gutes Sehen“ hin. Dauert die Eingewöhnung zu lange, sollte man die Brille daher beim Fachmann noch einmal überprüfen und eventuell einstellen lassen. Am besten gelingt der Wechsel von einer regulären Brille zur Gleitsichtbrille, wenn er relativ früh im Leben erfolgt – also mit Anfang oder Mitte 40 zum Beispiel. Denn meistens sind dann die Übergänge zwischen den verschiedenen Sehzonen für Nähe und Ferne noch nicht ganz so groß wie später.

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