Antikörper: Was tun bei Nebenwirkungen?

von Redaktion

Leserin, 77: Ich leide an einer Riesenzellen-Vasculitis, einer rheumatischen Gefäßentzündung des ganzen Körpers. Ich bekam drei Jahre Kortison. Es folgten Infusionen, die mich sehr infektanfällig machten. Seit knapp einem Jahr wird mir nun der Antikörper „Tocilizumab“ gespritzt. Damit habe ich keine Entzündungszeichen mehr, aber starken Schwindel, bin unsicher beim Gehen. Ein Neurologe und Krankengymnastik haben nicht geholfen. Was hilft?

Grundsätzlich hat Ihnen „Tocilizumab“ geholfen und die Aktivität der Entzündung reduziert. Schwindel kann eine Nebenwirkung der Therapie mit diesem Wirkstoff sein. Bei Ihnen ist das sogar wahrscheinlich, wenn ein Neurologe keine andere Ursache gefunden hat. Wichtig wäre aber noch eine Untersuchung durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Sprechen Sie am besten mit dem Arzt, der Sie wegen der Gefäßentzündung behandelt, ob es Alternativen zu „Tocilizumab“ gibt, die Sie vielleicht besser vertragen. Akute Schwindelanfälle lassen sich manchmal gut mit Medikamenten behandeln, die Sie nur bei Bedarf einnehmen. Die Krankengymnastik ist als Allgemeinmaßnahme aber wichtig, und bestimmte Übungen können Sie auch ohne einen Therapeuten selbstständig durchführen.

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