Wenn enge Familienbande zur Gefahr werden

von Redaktion

Es klingt erstaunlich: Ausgerechnet die eigene Familie kann im Fall eines Schlaganfalls zu einer ernsten Gefahr werden. Eine US-Studie hat jüngst ergeben, dass Betroffene deutlich schneller in eine Klinik eingeliefert werden, wenn Freunde, Nachbarn oder gar Kollegen in ihrer Nähre sind – statt Familienmitglieder. Die Ursache ist denkbar einfach: Insbesondere Kollegen lassen sich nicht auf Diskussionen ein, sondern wählen den Notruf. Familienmitglieder sind hier zögerlicher, lassen erst mal die Finger vom Telefon, wenn Mutter, Vater oder die Großeltern dies ablehnen. Diese gut gemeinte Geste kann im Ernstfall sogar tödlich sein. Denn bei einem Schlaganfall zählt jede Sekunde. Und wer wartet, geht hohe Risiken ein.  bn

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