Kennen Sie Ihre Blutdruckwerte? Wenn nicht, sollten Sie das ändern: Beim Arzt oder in der Apotheke – dort gegen eine Gebühr – können Sie prüfen lassen, ob alles im grünen Bereich ist. Hier lesen Sie, worauf es beim Selbstmessen ankommt. Denn das ist besonders wichtig, wenn Bluthochdruck festgestellt wurde: Damit können Sie nämlich zwischen den Kontrollen beim Arzt überwachen, ob die Therapie gut anschlägt. Am besten messen Sie täglich, möglichst zur gleichen Tageszeit: Das macht die Werte besser vergleichbar. Wenn Sie Blutdrucksenker nehmen, messen Sie am besten morgens vor der Einnahme. Ein zuverlässiges Messgerät und gute Beratung bekommen Sie zum Beispiel im Sanitätshaus. Günstigere Geräte, etwa aus dem Elektromarkt, müssen aber nicht schlecht sein. Die Deutsche Hochdruckliga vergibt ein Prüfsiegel für empfehlenswerte Geräte. Eine Übersicht finden Sie im Internet unter www.hochdruckliga.de (Rubrik „Patienten“, dann auf „Bluthochdruck“ klicken). Eigens zum Welt-Hypertonie-Tag hat der Verein die Seite www.kenn-deinen-druck.de geschaltet, wo Sie auch eine Broschüre mit Tipps finden! Wichtig vor jeder Messung: Kommen Sie zur Ruhe! Nach körperlicher Belastung oder Aufregung sollten Sie erst eine halbe Stunde warten. Ansonsten reicht es, wenn Sie wenigstens fünf Minuten ruhig sitzen, ehe Sie loslegen. Bei Geräten für das Handgelenk unbedingt darauf achten, dass die Manschette in Herzhöhe liegt – etwa, indem Sie ein Kissen unterlegen. Bei Geräten mit Oberarmmanschette ist diese automatisch auf Herzhöhe. Tragen Sie Ihre Werte in einen Blutdruckpass ein, etwa bei der Deutschen Herzstiftung unter www.herzstiftung.de/Blutdruckpass.html erhältlich. Wer seine Werte lieber digital erfassen will, kann spezielle Apps für PC oder Smartphone nutzen. Bedenken Sie aber, dass es hier um sensible Daten geht. Prüfen Sie also lieber genau, ob die gewählte App auch vertrauenswürdig ist!