TELEFONAKTION

Leber-Experten heute erreichbar

von Redaktion

Die Leber leidet stumm – eine Leberzirrhose verursacht daher oft erst nach Jahren Beschwerden. Häufig treten zu Beginn Juckreiz, Müdigkeit und Appetitlosigkeit auf. Weiterhin eine Gelbfärbung der Augen und der Haut sowie eine Dunkelfärbung des Urins. Eine Leberzirrhose ist in der Regel die Folge einer chronischen Grunderkrankung; die häufigsten Auslöser sind ein anhaltend hoher Alkoholkonsum, eine Virushepatitis (chronische Hepatitis-B- und -C-Infektion) oder eine nicht alkoholische Fettleberhepatitis. Bei einer Leberzirrhose gehen die Leberzellen zugrunde und an ihre Stelle tritt Bindegewebe. Die Leber vernarbt, verhärtet sich und schrumpft. Der Körper wird nicht mehr ausreichend entgiftet – der Ammoniakspiegel im Blut steigt. Anfangs führt das oft unbemerkt zu Konzentrationsschwäche, Sehstörungen und einer verringerten motorischen Geschwindigkeit und Genauigkeit.

Bei einer Leberzirrhose kann die Gehirnfunktion beeinträchtigt werden, da sich Abfallstoffe – wie Ammoniak – im Körper anreichern. Man nennt das „hepatische Enzephalopathie“ (HE). „Bereits im sehr frühen Stadium der Funktionsstörung sind die Betroffenen in ihrer Arbeitsfähigkeit und Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt. Im Gegensatz zu demenziellen Erkrankungen ist die hepatische Enzephalopathie aber gut behandelbar und in den meisten Fällen sogar reversibel“, sagt Prof. Dr. Elke Roeb, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Gastro-Liga. Die Grundlage der Therapie besteht darin, den Übergang von Ammoniak ins Blut zu verhindern. Hier gebe es drei Ansätze: 1. Indem der Zucker Laktulose verabreicht wird, wird die Aufnahme von Giftstoffen über den Darm effektiv reduziert. 2. Durch die Gabe spezieller Antibiotika wird die Anzahl von ammoniakproduzierenden Bakterien im Darm dezimiert. 3. Die Einnahme von Ornithin-Aspartat fördert den Abbau von Ammoniak zu Harnstoff und unterstützt somit aktiv die Leber. Eine Ernährungsberatung kann zudem helfen, sich leberschonend und dennoch ausreichend mit Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien zu versorgen.

Haben Sie Fragen zu den Themen Leberzirrhose und hepatische Enzephalopathie? Dann rufen Sie heute an! Die Experten der Gastro-Liga beantworten diese und geben Ihnen gern zusätzliche Ratschläge. Sie erreichen die Gastro-Sprechstunde heute zwischen 18 und 20 Uhr unter der folgenden Telefonnummer: (0641) 974  81 20.

Unter www.gastro-liga.de steht Ihnen zudem im Bereich „Unser Service“ eine Vielzahl an Broschüren zu unterschiedlichen Verdauungsthemen kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung – unter anderem auch zu den Themen Leberzirrhose, Gelbsucht, Fettleber und Hepatitis B und C.

Artikel 6 von 6