Die besten Smartphones

von Redaktion

In den vergangenen Wochen sind jede Menge neue Smartphones erschienen. Aber wo lohnt sich der Kauf? Wir schaffen Übersicht und präsentieren die besten Smartphones in jeder Preisklasse.

VON JÖRG HEINRICH

Ein vernünftiges Smartphone für Puristen bekommt man schon für 90 Euro, wer hohe Ansprüche hat, kann aber jederzeit auch weit über 1000 Euro für so ein Gerät ausgeben.

Bis 100 Euro

Ein ordentliches Smartphone zum zweistelligen Preis zu finden, ist nicht leicht. Das aktuell beste Handy unter 100 Euro bei der Stiftung Warentest ist das LG K9 für 90 Euro, das immerhin auf die „befriedigende“ Gesamtnote 3,1 kommt. Kamera und Bedienung sind aber mäßig. Und das veraltete Betriebssystem Android 7.1.2 ist langfristig nicht mehr sicher genug.

Bis 200 Euro

Derzeitiger Preiskönig unter den Smartphones ist das Motorola Moto G7 Play, das für nur 129 Euro einen 5,7 Zoll großen HD-Bildschirm und eine brauchbare 13-Megapixel-Kamera mit 4K-Video bietet. Größter Trumpf: Das G7 hat das aktuelle Android 9.0 installiert, das sich später voraussichtlich auch noch auf den Nachfolger Android 10 aktualisieren lässt. Dadurch bleibt das Motorola langfristig gut vor Angriffen geschützt.

Bis 300 Euro

Das Samsung Galaxy A7 (Version 2018) für 240 Euro ist das Vernunft-Smartphone – ohne spektakuläre Technik, aber mit allem, was ein gutes Handy heute braucht. Top sind der sehr scharfe Bildschirm, eine leistungsstarke Dreifach-Kamera, ein ausdauernder Akku und die Möglichkeit der Aktualisierung auf Android 9.0.

Bis 400 Euro

Hier hat das neue Google Pixel 3a gerade die Smartphone-Welt auf den Kopf gestellt. Es hat die gleiche hochgelobte Kamera wie das 599 Euro teure Topmodell Pixel 3, ist mit 399 Euro aber deutlich günstiger. Die Kamera bietet zwar nur eine einzige Linse – hat dank künstlicher Intelligenz und überragendem Nachtmodus aber in Tests schon mehrfach die Topmodelle von Apple, Samsung und Huawei besiegt. So preiswert war eine erstklassige Smartphone-Kamera noch nie.

Bis 500 Euro

Das Google Pixel 3a gibt es auch in einer größeren XL-Variante für 459 Euro. Nachteil beider Pixel 3a: Sie sind nur mit kargen 64 GB Speicher bestückt, der sich nicht erweitern lässt. Denn Neugier-Konzern Google will, dass die Nutzer ihre Daten online speichern. Wer mehr (erweiterbaren) Speicher braucht, greift zum Samsung Galaxy S9. Es war vor einem Jahr noch das Flaggschiff der Koreaner und ist jetzt schon ab 450 Euro zu haben. Bei Leistung, Bildschirm und Design ist der „Jahreswagen“ von Samsung immer noch exzellent.

Bis 600 Euro

Das im März für 749 Euro gestartete Samsung Galaxy S10e kostet jetzt nur noch an die 530 Euro. Es überzeugt in allen Belangen, vom Bildschirm bis zur Bedienung. Das iPhone 7 ist das günstigste Smartphone, das Apple noch neu verkauft. Mit 128 GB Speicher ist es schon um die 550 Euro zu haben. Das Design mit Home-Knopf und dickem Rahmen um den Bildschirm wirkt aber angestaubt.

Bis 700 Euro

Nachdem der Preis von anfangs 899 Euro mittlerweile auf 650 Euro nach unten gerauscht ist, ist das aktuelle Samsung Galaxy S10 derzeit der beste Kauftipp in dieser Kategorie. „Chip“ und Warentest sehen das S10 jeweils auf Platz zwei ihrer Bestenlisten. Lob gibt es für Leistung, Ausstattung, Bildschirm und Kamera.

Bis 800 Euro

Mit 6,4 Zoll statt der 6,1 Zoll des Standard-Modells ist das Samsung Galaxy S10+ noch ein Stück größer – und sowohl bei „Chip“ als auch bei Warentest das derzeit beste Smartphone. Der Preis für die 128-GB-Variante ist von 999 Euro auf 750 Euro gesunken.

Top-Alternative zum gleichen Preis ist das Huawei P30 Pro mit spektakulärer Vierfach-Kamera – aber auch mit Bedenken in Sachen Android. Denn wegen des Handelsstreits zwischen China und den USA ist momentan bei allen Huawei-Smartphones unklar, wie lange Google das Betriebssystem noch aktuell und damit sicher hält. Ebenfalls aus China, aber risikoloser, ist das neue OnePlus 7 Pro ab 709 Euro, dessen extrem scharfer Bildschirm nicht durch ein Kamera-Loch gestört wird. Denn hier fährt die Front-Kamera per Motor aus dem Gehäuse.

Wesentlich unspektakulärer, aber immer noch schnell und solide ist das iPhone 8, das diverse Händler mit 256 GB schon ab 799 Euro anbieten.

Bis 900 Euro

Nachdem bei der Konkurrenz die Preise schnell in den freien Fall übergehen, hat Apple die beiden teuersten Kategorien derzeit praktisch für sich allein. Das aktuelle iPhone XR mit 128 GB ist bei einigen Händlern schon um die 840 Euro im Angebot. Leistung, Kamera, Bedienung und Design überzeugen. Kritik gibt es an der nicht mehr ganz zeitgemäßen Bildauflösung und am langsamen Aufladen – weil Apple beim mitgelieferten Netzteil spart.

Über 900 Euro

Hier sind Apples Topmodelle iPhone XS und XS Max allein auf weiter Flur. Wer nicht direkt bei Apple kauft, findet die empfehlenswerteste Speichergröße von 256 GB beim XS derzeit ab rund 1200 Euro und beim größeren XS Max (6,5 statt 5,8 Zoll) ab 1300 Euro. „Chip“ und Warentest listen beide Modelle trotz Spitzennoten bei Leistung, Bildschirm, Bedienung, Kamera und Verarbeitung nicht unter den Top 10. Chip kritisiert Preis, unpraktische Anschlüsse und mäßige Akkulaufzeit. Bei Warentest sind beide XS im gefürchteten Falltest zerschellt – was für Nutzer, die sich eine Hülle zulegen und auf ihr Telefon aufpassen, aber weniger ins Gewicht fällt. Generell sind die iPhones im Vergleich zur Konkurrenz, die technisch aufgeholt oder gar überholt hat, mittlerweile zu teuer. Mit Abstand führend ist Apple aber weiterhin bei Datenschutz und Sicherheit der Nutzer.

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