Insulin: Warum schwankt der Blutzucker?

von Redaktion

Leser, 75: Ich habe Bluthochdruck, drei Bypässe und leide an Diabetes Typ 2. Durch die vielen Tabletten ist meine Nierenfunktion eingeschränkt, ich musste die Diabetesmittel reduzieren und spritze seit einigen Monaten zum Langzeitinsulin auch ein kurzwirksames Insulin zu den Mahlzeiten. Ich bekomme den Blutzucker aber nur schwer in den Griff: Mal fällt er zu stark, mal ist er zu hoch – obwohl ich mich bei der Dosierung an Tabellen orientiere. Was mache ich falsch?

Ist die Nierenfunktion durch Diabetes und Bluthochdruck stark eingeschränkt, ist es oft erforderlich, die Tabletten umzustellen und zusätzlich eine Behandlung mit Insulin zu beginnen. Bei einer strukturierten Schulung lernen Sie, richtig mit dem Langzeitinsulin und dem kurzwirksamen Mahlzeiteninsulin umzugehen. Wichtig dabei: Die Dosierung des kurzwirksamen Insulins sollte sich nicht nur am aktuell gemessenen Blutzucker orientieren, sondern auch an der Menge der tatsächlich gegessenen Kohlenhydrate. Diese abzuschätzen, lernen Sie in der Schulung. Da die Nieren mit an der Regulation des Blutzuckers beteiligt sind, ist die Einstellung bei Ihnen aber durch die Nierenschwäche erschwert. Manchmal helfen in so einer Situation neue Diabetesmedikamente, die zum Teil auch bei stärkerer Einschränkung der Nierenfunktion noch eingesetzt werden und die Einstellung des Blutzuckers vereinfachen können. Gegen die Unterzuckerungen kann ein Glukosesensor helfen, der permanent den Blutzucker überwacht und gegebenenfalls Alarm gibt. Da Sie sowohl ein Langzeitinsulin als auch kurzwirksames Insulin spritzen, werden die Kosten für einen Glukosesensor inzwischen von den meisten Krankenkassen übernommen. Sprechen Sie Ihren Diabetologen darauf an!

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