TIPPS IN KÜRZE

Einschlafrituale bei Oma ohne Zwang

von Redaktion

Eine Runde um den Block ist gesund für Körper und Geist. Vor allem Ältere sollten daher am besten täglich spazieren gehen – auch wenn es nur zehn Minuten sind. „Die schafft man eigentlich immer, auch wenn das Knie zwickt oder es regnet“, sagt die Medizinerin und Buchautorin Katharina Turecek. „Es geht vor allem darum, die Tage wegzubekommen, an denen man sich gar nicht bewegt – die sind gefährlich.“ Denn die Forschung zeigt: „Wer rastet, der rostet“ ist mehr als nur ein Sprichwort. „Ausdauersport optimiert die Durchblutung im Gehirn, gleichzeitig werden aber auch Wachstumshormone ausgeschüttet und neue Nervenzellen gebildet“, erklärt Turecek. „Bewegung verbessert so kurzfristig die Aufmerksamkeit, aber auch langfristig die Merkfähigkeit.“ Umgekehrt kann Inaktivität dafür sorgen, dass die Merkfähigkeit abnimmt – vor allem im Alter.

Die richtige Raumbeleuchtung erleichtert Menschen mit eingeschränkter Sehkraft den Alltag. Dadurch sinkt nicht nur das Unfallrisiko, gutes Licht sorgt auch für bessere Orientierung – und für mehr Selbstständigkeit. Das rät der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV). Dabei muss es nicht eine umfassende Renovierung sein: Schon kleine Veränderungen beim Licht beeinflussen die Raumwahrnehmung und das psychische Wohlbefinden. Grundsätzlich sollte die Wohnung ausreichend hell sowie gleichmäßig ausgeleuchtet sein. Lampen dürfen nicht flimmern. Für Menschen mit Sehproblemen ist es wichtig, nicht geblendet zu werden. Hier helfen Lamellen vor den Fenstern, matte Bodenbeläge und Lampen, die keine direkte Sicht auf das Leuchtmittel ermöglichen. Wo gelesen, gearbeitet oder gebastelt wird, bieten sich Arbeitsleuchten an – etwa neben dem Schneidebrett auf der Küchenarbeitsfläche.

Für manche muss es immer ein Hörspiel sein, andere brauchen ein Nachtlicht: Kinder entwickeln mit der Zeit Routinen zum Einschlafen. An sich ist das eine gute Sache. Aber: „Man muss aufpassen, dass es dann nicht nur noch damit geht“, sagt Ulric Ritzer-Sachs. Er arbeitet bei der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Spätestens wenn das Kind bei Oma und Opa übernachtet oder alle in Urlaub fahren, gibt es Probleme, etwa wenn das Hörspiel oder das gewohnte Licht fehlen. Am besten sind daher Einschlafrituale, die ortsunabhängig funktionieren – und die Eltern auf Dauer auch durchhalten können. Rituale rund ums Schlafen sind schließlich wertvoll. Sie können etwa dazu beitragen, dass Kinder allein ihretwegen müde werden. Zudem tut ihnen die liebevolle Begleitung durch Eltern, aber auch Großeltern, gut. Einschlafen heißt vertrauen und loslassen zu können – die Kinder bekommen dann ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

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