TIPPS IN KÜRZE

Wie punktet man im Alter mit Expertise?

von Redaktion

Vor allem ältere Menschen können aufziehende Sommer-Gewitter in den Gelenken spüren – behaupten sie zumindest. Einen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt es zwar nicht, allerdings können Wetterveränderungen tatsächlich Gelenksteifigkeit und Schmerzen verursachen, sagen Experten. Ein möglicher Grund dafür: Zieht eine Schlechtwetterfront heran, sinkt der Luftdruck. Dadurch dehnt sich Gewebe, sodass der Druck auf die Gelenke steigt. Und das kann schmerzen. Für gesunde Menschen sind solche Schmerzen meist nicht weiter schlimm. Weniger harmlos sind sie dagegen bei Arthrose-Patienten: Hier können Wetterveränderungen teils heftige Schmerzschübe verursachen – vor allem, wenn es feucht und kühl wird. Schonen sollte man die schmerzenden Gelenke dann allerdings nicht, warnen Experten: Gerade in solchen Situationen sei regelmäßige Bewegung wichtig, um den Knorpel im Gelenk mit lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Für den Sport-Start ist man nie zu alt. Regelmäßige Bewegung ist gesund – vor allem im Alter. Die gute Nachricht dabei: Auch wer sein Leben lang unsportlich war, kann mit 60 noch anfangen – und schnell sichtbare Erfolge erzielen. Studien belegen, dass auch bisher Untrainierte durch Sport und Bewegung ihre Muskelkraft in gut einem Jahr verdoppeln können – selbst mit 60. Wie sich das auszahlt, zeigt ein Vergleich mit Jüngeren: Trainierte 60-Jährige haben demnach das gleiche Fitnesslevel wie 30-Jährige, die keinen Sport machen. Und das ist kein Selbstzweck: Gute körperliche Fitness stärkt das Immunsystem und schützt vor Krankheiten wie Diabetes und Osteoporose. Das beste Training ist dabei eine Kombination mehrerer Disziplinen: Erstens mit einem gelenkschonenden Ausdauertraining wie Radfahren oder Nordic Walking, zweitens einem etwa zehnminütigen Gymnastikprogramm an drei bis fünf Tagen pro Woche. Zusätzlich hilft es, Bewegung konsequent in den Alltag zu integrieren: mit Spaziergängen und Treppensteigen.

Endlich Ruhestand? Der Abschied vom Arbeitsleben ist nicht für jeden einfach. Ältere sollten sich deshalb mit der Frage auseinandersetzen, ob sich das klassische Modell des Ruhestands für sie eignet. Denn: Objektiv hindert einen nichts daran, nach dem Erreichen des Rentenalters noch weiter zu arbeiten. Angestellte könnten sich nicht scheuen, zu fragen, ob sie auch im Ruhestand als freie Mitarbeiter oder mit einem Beratervertrag weiterarbeiten können. Wer besondere Interessen hat, kann sich auch selbstständig machen. Die Rente sei dabei ein gutes Polster und helfe gegen Existenzängste, die viele von der Selbstständigkeit abhalten, sagen Experten. Es sei wichtig, sich nicht aufgrund des Lebensalters abstempeln zu lassen. Statt sich alt zu fühlen, sollte man die eigene Lebenserfahrung und den Status als Senior betonen.

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