Die fünf besten Fernseher mit 55 Zoll

von Redaktion

55 Zoll Bildschirmdiagonale – das entspricht 1,40 Meter – ist die neue Lieblingsgröße der Deutschen beim Kauf eines neuen Fernsehers. Wir stellen die fünf besten Modelle in dieser Kategorie vor.

VON JÖRG HEINRICH

82 Zentimeter oder 32 Zoll – das war die maximale Größe der guten alten Röhrenfernseher. Mehr war technisch gar nicht möglich oder wäre viel zu teuer gewesen. Mittlerweile haben unsere TV-Geräte einen beachtlichen Wachstumsschub hingelegt.

32 Zoll sind heutzutage mini. Und 55 Zoll oder 1,40 Meter hat sich als neue Lieblingsgröße in den deutschen Wohnzimmern durchgesetzt. Kein Wunder: Der 55-Zoll-TV ist der VW Golf unter den Fernsehern. Es passt für (beinahe) jede Gelegenheit, ist nicht so klein wie ein 40-Zöller und erfordert kein Riesen-Wohnzimmer wie ein gewaltiger 65-Zoll-Fernseher, der nochmals 25 Zentimeter größer ist.

Weil die 55-Zoll-Bildschirme in Asien millionenfach vom Fließband purzeln, sind auch die Preise bezahlbar. Und Angst, dass 55 Zoll zu groß fürs eigene Wohnzimmer sind, muss kaum jemand haben. Denn bei Fernsehern mit UHD beziehungsweise 4K-Bildauflösung, wie sie 2019 Standard sind, sind die Bildpunkte beim gleichen Format im Vergleich zu Full HD viermal kleiner. Und deshalb kann man deutlich näher vor dem Schirm sitzen, ohne Kopfweh zu bekommen. Bei 55 Zoll reichen bereits 1,10 Meter Abstand aus.

Bleibt als Fazit: So toll sind 55 Zoll. Wir stellen daher unter dem Motto „fünf mal 55“ die fünf besten Fernseher in Deutschlands Lieblingsgröße und in allen Preislagen vor. Denn gute Modelle sind bereits für erstaunlich wenig Geld zu haben. Wer bereit ist mehr zu zahlen, bekommt dagegen auch ein deutliches Mehr an Qualität.

Einsteigermodell von LG

LG 55 UM 71007 LB (580 Euro): Noch vor ein oder zwei Jahren hätte so ein 4K-Fernseher zwischen 1000 und 2000 Euro gekostet. Mittlerweile bietet selbst ein Mittelklasse-Modell von LG Top-Ausstattung von Triple Tuner für Kabel/Sat/Antenne über Streaming von Netflix/Amazon bis hin zu kontraststarken HDR-Bildern. Klar: Der Rahmen um den Bildschirm ist nicht ganz so schmal wie bei den Topmodellen. Full-HD-Inhalte werden nicht so überzeugend auf 4K hochskaliert. Und der Klang fällt recht dünn aus. Trotzdem können Käufer bei den Dauer-Testsiegern von LG wenig verkehrt machen. Schon der Vorgänger 55 UK 6300 LB schnitt exzellent ab (Warentest-Note 2,1), und der Nachfolger ist mehr denn je sein Geld wert.

Mittelklasse von Philips

Philips 55 PUS 7303 (690 Euro): Der große Trumpf der günstigsten 4K-Modellreihe von Philips ist auf den ersten Blick zu sehen: Die Ambilight-Beleuchtung wirft die Farben des TV-Bilds seitlich und oben an die Wand hinter dem Fernseher. Bei blauem Himmel leuchtet es blau, beim Fußball strahlt die Wand in Grün – und die Besitzer von Samsung, LG & Co. schauen grün vor Neid. Ein Effekt, den es nur bei den Holländern gibt. Ansonsten bietet die Philips-Mittelklasse aktuelle Technik, die sich sehen und hören lassen kann. HDR, Sprachsteuerung, Streamingdienste – alles an Bord. Dass das Schwarz auf dem Schirm eher dunkelgrau wirkt, ist der Kompromiss, mit dem Käufer in dieser Preisklasse leben müssen.

Sony überzeugt mit Farben und Kontrasten

Sony KD-55 XG 8096 (800 Euro): Die Japaner werfen bei ihrem neuen 4K-Modell mit rätselhaften Fachbegriffen um sich: „4K X-Reality Pro“ soll für ein besonders klares und detailreiches Bild sorgen. Dank „Motionflow XR“ mit 400 Hertz Wiederholrate verspricht Sony eine extrem flüssige Wiedergabe. Dazu kommen das „Triluminos Display“ für die Farben und „ClearAudio+“ für den Klang. Für den (verwirrten) Nutzer ist aber nur das Ergebnis interessant: Der Sony glänzt tatsächlich mit starken Kontrasten und Farben. Nur der Sound hat sich eher ein Minus als ein Plus verdient. Top: Aufgrund der schnellen Reaktionszeiten von knapp 20 Millisekunden ist das Modell in dieser Preisklasse der ideale PlayStation-Fernseher.

„Deutschlands bester Fernseher“ von LG

LG OLED 55C8 (1250 Euro): Der LG darf sich als aktuelle Nummer 1 bei der Stiftung Warentest (Note 1,5) nach wie vor als „Deutschlands bester Fernseher“ bezeichnen. Wer ihn einschaltet, sieht sofort, wieso: Die OLED-Bildschirmtechnik ist den LCD-Fernsehern unter 1000 Euro immer noch deutlich überlegen. Rabenschwarzes Schwarz, und ein Weiß wie frisch gefallener Schnee – weil OLED-Displays ohne störende Hintergrundbeleuchtung auskommen, ist die Bildqualität des LG atemberaubend. Aber auch der Rest überzeugt: Bedienung, Streaming-Funktionen und Anschlüsse sind top. Im Vergleich zu halb so teuren Fernsehern spielt das LG-Modell tatsächlich in einer anderen Liga.

QLED statt OLED von Samsung

Samsung GQ 55 Q 90 R (2000 Euro): QLED statt OLED – die Bildschirmtechnik, auf die Samsung bei seinen Top-Fernsehern setzt, klingt beinahe so wie beim Erzrivalen LG. Technisch ist QLED zwar nur ein mit vielen technischen Tricks aufgebohrtes LCD. Doch die aufwendige Steuerung der Hintergrundbeleuchtung funktioniert so exzellent, dass viele Experten QLED für genauso gut wie OLED halten. Der Oberklasse-Samsung brilliert mit extremer Helligkeit, wie sie OLED nicht bieten kann. Und das Bild bleibt selbst aus den seitlichsten Blickwinkeln perfekt. Das ist wichtig, wenn im Wohnzimmer die ganze Familie zuschaut. Ausstattungs-Highlight ist Apple TV, das als App erstmals auch ohne Apples Fernsehbox verfügbar ist.

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