Mit Emojis Autofahrern die Meinung sagen

von Redaktion

Aus den USA kommt ein neuer Technik-Trend: „Emoji Car Displays“ an der Heckscheibe von Autos. Mit Mini-Bildschirmen, die sich per App oder Sprachbefehl steuern lassen, können Autofahrer ihren Hintermännern oder Hinterfrauen auf der Straße die Meinung geigen, Hinweise liefern („Überhol mich!“, „Achtung, Stau!“) oder ihre aktuelle Gefühlslage mitteilen („Ich bin hundemüde!“). Mojipic heißt einer der Hersteller. Er verspricht für seine rund 60 Euro teuren Displays mit Sprachsteuerung über 1500 GIFs, Emojis und Symbole, darunter auch Logos von Sportvereinen, Flaggen oder QR-Codes, die Fußgänger am geparkten Auto als Werbung abfotografieren können.

Auch eigene Zeichnungen und Grafiken sind möglich. Bevor der Trend auch zu uns schwappt und Autofahrer den digitalen Stinkefinger zeigen, macht das Magazin „Auto, Motor und Sport“ jetzt darauf aufmerksam, dass die „Emoji Car Displays“ in Deutschland verboten sind. Denn Paragraf 49a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung besagt, dass „an Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern (…) nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein dürfen“. Und Leucht-Emojis gehören nicht dazu. Wer einen Bildschirm an der Heckscheibe betreibt, riskiert Bußgeld, Führerscheinentzug und Strafanzeige. J. HEINRICH

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