TIPPS IN KÜRZE

Alzheimer: Weg mit den Stolperfallen

von Redaktion

Wenn ein Patient ein vom Arzt verordnetes Arzneimittel wegen bestimmter Zusatzstoffe nicht verträgt, sollte er das seinem Apotheker sagen. Dieser kann bis auf wenige Ausnahmen „pharmazeutische Bedenken“ anmelden und ein wirkstoffgleiches Präparat ohne diesen Hilfsstoff abgeben. „Darüber informieren wir dann den behandelnden Arzt, damit er die Unverträglichkeit bei der nächsten Verordnung berücksichtigen kann“, sagt Josef Spöckner, Apothekeninhaber aus Miesbach, in der „Apotheken Umschau“. „Für die Therapietreue ist das ganz wichtig.“ Wenn es keine wirkstoffgleiche Alternative gibt, kann der Arzt womöglich auf einen anderen Wirkstoff ausweichen. Jedes Arzneimittel enthält neben dem Wirkstoff verschiedene Hilfsstoffe: Sie geben ihm seine Form, steuern die Freisetzung der Wirkstoffe und sorgen für Stabilität und Haltbarkeit. Hilfsstoffe sind pharmakologisch nicht aktiv, können aber Allergien und Unverträglichkeiten hervorrufen.

Bei älteren Menschen kann der Mund ständig trocken sein. Dagegen können Lebensmittel mit einem hohen Wasseranteil helfen, heißt es in der „Neuen Apotheken Illustrierten“. Stark gesalzene oder gewürzte Speisen sowie Alkohol sollten Betroffene demnach meiden, da sie die Trockenheit im Mund noch verstärken. Tabakqualm wirkt sich oft negativ auf den Speichelfluss aus. Daher kann sich ein Rauchstopp auch aus diesem Grund lohnen. Bestimmte Medikamente wie manche Blutdrucksenker, Schmerzmedikamente und Asthmasprays können ebenfalls einen trockenen Mund verursachen. Vor allem Senioren trinken oft nicht ausreichend – ideal wären 1,5 Liter pro Tag. Am besten daher das Trinken fest in den Tagesablauf einbauen. Künstlicher Speichel in Form von Mundspülungen und -gels können kurzzeitig Linderung verschaffen. Zeigt sich trotz aller Mühe keine Besserung, ist ein Arztbesuch ratsam, da sich in seltenen Fällen auch ernsthafte Erkrankungen etwa der Zähne oder der Kopfspeicheldrüsen dahinter verbergen können.

Wenn Alzheimer-Patienten weiter zu Hause leben, sollten Angehörige das Umfeld an deren Bedürfnisse anpassen. Dazu gehört unter anderem, dass sie Gefahrenquellen reduzieren. Darauf weist der Verein Alzheimer Forschung Initiative (AFI) hin. Die Experten raten: Messer, Scheren sowie spitze Gegenstände in der Küche besser wegsperren. Aber auch Stolperfallen wie Teppiche oder Elektrokabel am Boden sollten Angehörige entfernen. Markierungen, etwa gelbes Klebeband an den Treppenstufen, können die Sicherheit hingegen erhöhen, genauso wie ein zusätzlich montierter Handlauf. Hilfreich ist auch ein Hinweis im Bad und in der Küche, dass das heiße Wasser aus dem rot markierten Wasserhahn kommt.

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