TIPPS IN KÜRZE

Den Ruhestand sorgfältig vorbereiten

von Redaktion

Hörgeräte sind wie Smartphones oder Autos: Es gibt sie als günstige Basis-Version oder mit zahlreichen teuren Extras. Für diese müssen die Besitzer in der Regel selbst zahlen, schreibt der „Senioren Ratgeber“. Denn die Krankenkasse übernimmt in der Regel nur einen Festbetrag. Die Anschaffung lohnt sich je nach Lebensstil aber durchaus. Wer zum Beispiel ohnehin viel mit dem Smartphone telefoniert, freut sich vielleicht über ein Hörgerät, das sich drahtlos per App bedienen lässt. Rund 500 Euro mehr muss man dafür einplanen. Wer darauf keine Lust hat und nicht mehr so fit mit den Fingern ist, will dagegen vielleicht lieber ein Gerät, das die Lautstärke automatisch regelt. Das kostet je nach Funktionsumfang 250 bis 1000 Euro mehr. Ein Windgeräuschfilter ist dagegen nur sinnvoll für Menschen, die viel draußen unterwegs sind – etwa mit dem Fahrrad oder dem Hund. Mit rund 1000 Euro Zuzahlung ist er aber nicht ganz günstig. Schon ab 300 Euro gibt es dagegen zusätzliche Richtmikrofone, mit denen sich Gesprochenes von hinten oder von der Seite deutlich besser verstehen lässt – praktisch zum Beispiel bei Autofahrten.

Manche Demenzpatienten haben einen hohen Bewegungsdrang. Pflegende Angehörige sollten ihn möglichst akzeptieren und unterstützen, gleichzeitig aber auf ein sicheres und beruhigendes Umfeld achten. Darauf weist das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hin. So sollten wandernde Demenzpatienten nicht unbemerkt die Wohnung verlassen. Manchmal reicht dafür schon ein Vorhang, der die Tür nach draußen verbirgt, alternativ lassen sich Bewegungsmelder anbringen. Gefahrenquellen sollten Angehörige möglichst entfernen: Scharfe Messer, Feuerzeuge oder Putzmittel gehören außer Reichweite. Persönliche Gegenstände wie die Lesebrille sollten dagegen immer am selben Ort liegen: Das vermittelt ein Gefühl von Sicherheit. Haltegriffe und gute Beleuchtung verringern die Sturzgefahr. Gleiches gilt für rutschfeste Socken oder Hausschuhe. Je nach Fortschritt der Krankheit lässt sich das Bedürfnis nach Bewegung auch nutzen, um Betroffene mit kleinen Aufgaben in den Alltag einzubinden – etwa in der Küche.

Der Start in den Ruhestand ist eine große Wende im Leben, auf die sich jeder gut vorbereiten sollte. Iris Seidensticker, die künftige Rentner coacht, empfiehlt in der „Apotheken Umschau“, sich so sorgfältig mit dem Ruhestand zu beschäftigen wie mit der Berufswahl. Sie rät zu dieser Übung: Malen Sie sich den idealen Tag im Ruhestand aus. Wo wachen Sie auf? Was gibt es zum Frühstück? Was machen Sie danach? „Viele sehen dann tolle Bilder vor sich. Sie machen Musik, lesen Zeitung, sitzen am Fluss, fahren Rad, sind vormittags beim Ehrenamt und spielen nachmittags mit den Enkeln.“ Das gibt Struktur und Sicherheit.

Artikel 4 von 4