Wegwerf-Smartphones, die nach zwei, drei Jahren im Müll landen – das muss besser gehen, findet das niederländische Unternehmen Fairphone. Die Öko-Pioniere haben jetzt die dritte Generation ihres „grünen“ Handys präsentiert. Und sie versprechen ein Smartphone, „dem Mensch und Umwelt am Herzen liegen“. Im Fairphone 3, das ab heute für 450 Euro zu haben ist, werden ausschließlich fair gehandelte Rohstoffe verwendet, ohne seltene Erden aus fragwürdiger Herkunft. Und das Holland-Handy ist so modular aufgebaut, dass sich die Bestandteile sogar von einigermaßen versierten Laien bei Bedarf austauschen lassen. Hierfür besteht das neue Fairphone aus einzelnen Komponenten wie Bildschirm, Kameras oder Speicherchip, die alle nur verschraubt und nicht verklebt sind.
Wenn zum Beispiel das Display defekt oder zerbrochen ist, kostet Ersatz 89,95 Euro. Die Rückkamera gibt es für 49,95 Euro. Die Technik des Fairphone 3 mit Android 9, mit den Kameras des Google Pixel 3a, mit dem soliden Snapdragon-632-Prozessor und mit 5,7-Zoll-HD-Bildschirm samt dickem Rand gehört allerdings eher in die 250-Euro-Klasse. Andererseits genügt das Fairphone 3, das 75 Euro günstiger als sein Vorgänger ist, für praktisch jeden Einsatzzweck eines aktuellen Smartphones. „Das ist ein Gerät für Menschen, die nicht das beste Smartphone der Welt wollen, sondern das Beste der Welt in einem Smartphone“, heißt es von Fairphone-Chefin Eva Gouwens. Wer das Wettrüsten von Apple, Samsung & Co. nicht mehr mitmachen will, kann unter fairphone.com/de bestellen.