Jetzt im späten Sommerurlaub runter nach Italien ans Meer, oder schöne Ausflüge im bevorstehenden Herbst – so macht Autofahren Spaß. Perfekt wird das Vergnügen mit moderner Technik fürs Auto, vom mobilen Internet-Router für die ganze Familie bis zum Smartphone-Ladegerät mit Alexa-Unterstützung. Wir stellen aktuelle und schlaue Geräte vor.
WLAN-Netz gegen Langeweile
Huawei CarFi Mobile (140 Euro): „Wann sind wir da?“ und „Ich hab Hunger“. Mit der ganzen Familie im Auto unterwegs zu sein, kann die Nerven strapazieren. Gegen die Langeweile von kleinen (und großen) Mitfahrern helfen Spielkonsolen wie die Nintendo Switch, aber auch Smartphones und Tablets. Über den mobilen Hotspot von Huawei, der ein WLAN-Netz fürs gesamte Auto zur Verfügung stellt, kommen bis zu zehn Geräte gleichzeitig ins Internet. Der CarFi Mobile ist besonders praktisch, weil er keinen Akku braucht, sondern vom 12-Volt-Zigarettenanzünder mit Strom versorgt wird. Im Inneren steckt eine Micro-SIM-Karte für den Onlinezugang.
Alexa als Beifahrerin
Anker Roav Viva (50 Euro): Auf den ersten Blick sieht das Smartphone-Zubehör des chinesischen Herstellers mit dem deutschen Namen aus wie ein normales USB-Ladegerät für den Zigarettenanzünder mit zwei Anschlüssen. Auf den zweiten Blick steckt mehr dahinter. Denn der Stecker verbindet sich per Bluetooth mit dem Handy und setzt damit Amazon-Assistentin Alexa auf den Beifahrersitz. Per Sprachbefehl sind auf Android-Handys oder iPhones, die in einer Autohalterung stecken, alle nur denkbaren Alexa-Befehle verfügbar, von der Navigation übers Telefonieren bis zum Abspielen von Musik. Und wenn die neugierige Alexa mal nicht zuhören soll, lassen sich die beiden eingebauten Mikrofone per Knopfdruck abschalten.
Die rollende Espressomaschine
Handpresso Auto (140 Euro): Zugegeben – am besten schmeckt der Espresso auf der Fahrt nach Italien gleich nach dem Brenner bei Sterzing in Südtirol. Nicht ganz so italienisch, und mit etwas weniger Crema, brüht die Handpresso Auto den Espresso auf. Aber auch die Mini-Espressomaschine für den Zigarettenanzünder liefert mit 16 bar Druck innerhalb von zwei Minuten exzellenten Kaffee und versorgt Autofahrer mit einer frischen Dosis Koffein. Es gibt mehrere Modelle für den „Coffee to drive“, darunter für 90 Euro eine Variante zum Selberpumpen und für 195 Euro die Handpresso Auto Capsule für Nespresso-Kapseln. Umweltfreundlicher ist das Standardmodell für 140 Euro, das mit Zellstoff-Pads oder selbst gemahlenem Kaffee funktioniert.
Mehr Sicherheit per Sensor
Lescars Reifendruckmesser (85 Euro): Auch heute kommt es noch vor, dass ein Reifen platzt, was zu enorm gefährlichen Unfällen führen kann. Bereits seit mehreren Jahren ist deshalb ein Kontrollsystem für den Reifendruck für Neuwagen vorgeschrieben. Bei älteren Fahrzeugen lässt sich dieses Plus an Sicherheit nachrüsten. Der Reifendruckmesser von Lescars funktioniert mit vier Sensoren, die als Kappen auf die Ventile geschraubt werden, und mit einem Bluetooth-Stecker für den Zigarettenanzünder. Er zeigt auf einem kleinen Bildschirm die Reifendrücke an – und schlägt bei Abweichungen per Warnton Alarm. Der 12-Volt-Anschluss ist dabei nicht blockiert. Denn als Bonus bietet der Stecker eine USB-Buchse als Handy-Ladegerät.
Der digitale Innenspiegel
DuDuBell Dashcam (120 Euro): Überwachungskameras für Autos, die den Verkehr rund ums eigene Fahrzeug filmen, sind rechtlich umstritten und im Ausland teilweise komplett verboten. Ihrer Beliebtheit schadet das aber nicht. Neben zahllosen Billiggeräten sind zuletzt immer komfortablere Dashcams wie dieses Modell von DuDuBell erschienen. Es wird über den normalen Innenspiegel geklemmt, und bietet einen zehn Zoll großen hochauflösenden Touchscreen mit kontraststarkem HDR Plus-Bild. Und es lässt sich mit einer Rückfahrkamera zum sicheren Einparken verbinden. Die DuDuBell nimmt Videos im 310-Grad-Panoramaformat auf – auch als 24-Stunden-Parkwächter. Und integriertes GPS registriert in den Videos genaue Geschwindigkeits- und Positionsdaten.
Bessere Luft im Innenraum
Philips GoPure Compact 100 AirMax (75 Euro): Auf längeren Fahrten kann im Auto dicke Luft herrschen – entweder atmosphärisch, oder im wahrsten Sinne des Wortes, wenn Essensgerüche und allzu menschliche Ausdünstungen für ein unangenehmes Klima sorgen. Dagegen hilft der mobile Luftreiniger von Philips, der mit einem dreilagigen Filtersystem Gerüche neutralisiert und bis zu 99 Prozent belastender Feinpartikel wie Allergene, Pollen, Staub, Bakterien und Chemikalien beseitigt. Der AirMax reinigt die Luft im Auto bis zu dreimal pro Stunde und in zwei Leistungsstufen, der Strom kommt aus dem Zigarettenanzünder. So können die Passagiere wieder frei durchatmen – sogar nach einem Döner als Proviant.
Der ADAC fürs Handschuhfach
Yaber 1200A Powerbank (85 Euro): Powerbank – diesen Begriff kennen Smartphone-Nutzer nur zu gut. Kleine mobile Akkus sollen Handys, denen der Saft ausgegangen ist, mit frischem Strom versorgen. Dieses Prinzip funktioniert auch beim Auto. Starthilfe-Booster liefern so viel Strom, dass sie selbst große Autos mit leerer Batterie gleich mehrfach hintereinander starten können. ADAC ade! Beim Yaber 1200A reicht ein Spitzenstrom von 1200 Ampere für Motoren bis zu 7,5 Liter Hubraum, also für praktisch jedes Auto, das heute auf unseren Straßen fährt (oder steht). Dabei ist der mobile Akku so klein, dass er mühelos ins Handschuhfach passt. Und das Handy lädt er notfalls auch.