Was bedeutet dieses Gelenksleiden? Was muss man beachten? Was hilft? Die sieben wichtigsten Fakten

von Redaktion

1) Was ist Arthrose?

Eine Gelenkerkrankung: Die Knorpelschicht der Gelenke wird in großen Bereichen angegriffen oder zerstört. Knorpelschäden können durch einen Unfall, etwa beim Sport, oder durch zunehmende Abnutzung im Lauf des Lebens entstehen. Fehlhaltungen, Übergewicht, aber auch Vererbung spielen eine große Rolle. Krankheiten wie Rheuma oder Schuppenflechte können zu entzündlichen Formen der Arthrose führen, also zu einer Arthritis.

2) Welche Gelenke sind betroffen?

Grundsätzlich alle. Besonders anfällig sind jedoch Knie- und Hüftgelenke, Sprung- und Fußgelenke, Schulter-, Hand- und Fingergelenke. Also Stellen des Skelettsystems, die beim Tragen, Heben und Gehen stark beansprucht werden.

3) Wie häufig ist diese Krankheit?

Arthrose ist die weltweit häufigste Form von Gelenkerkrankungen. In Deutschland ist jeder Zehnte davon betroffen, also etwa acht Millionen Menschen. Von den Senioren ab 65 Jahren sind es etwa zwei Drittel.

4) Lässt sich Arthrose vermeiden? Nein. Ein gewisser Gelenkverschleiß gehört zum Älterwerden dazu. Aber: Man kann die Krankheit hinauszögern und Beschwerden, sobald sie auftreten (was nicht zwangsläufig ist), in den Griff bekommen. Bewährt hat sich dabei vor allem regelmäßige Bewegung – und auch Sport: Rad fahren, Schwimmen (in erster Linie das Kraulen) oder Nordic Walking sind für fast alle Formen der Arthrose empfehlenswert. Was Sie auf keinen Fall machen sollten: den Schmerz mit Medikamenten unterdrücken. Das kann im Akutfall kurzfristig sinnvoll sein, ist aber keine Dauerlösung!

5) Was kann man im Alltag tun? Als Minimum gilt: mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche. Also etwa 5-mal 30 Minuten spazieren gehen oder Rad fahren. Zusätzlich an zwei Tagen in der Woche Muskeln kräftigen! Das muss nicht zwangsläufig beim Sport sein, Gartenarbeit ist ebenso wirksam. Übrigens: Das richtige Schuhwerk ist auch wichtig. Schuhe mit weichen Sohlen führen durch eine bessere Stoßdämpfung in der Regel zu einer Linderung der Beschwerden.

6) Welche Rolle spielt die Ernährung?

Eine große! Das heißt: viel Gemüse, Salat und Fisch. Und: Bitte nur kalt gepresste Öle verwenden; sie enthalten Stoffe, die Entzündungen im Körper verhindern. Am wichtigsten ist aber, das Gewicht unter Kontrolle zu haben. Denn: Es ist wissenschaftlich gesichert, dass jedes Kilo zu viel die Entwicklung der Arthrose beschleunigt – weil es die Gelenke zusätzlich belastet.

7) Wann muss eine OP sein?

Eine Operation steht meist an letzter Stelle, wenn alle konservativen Mittel ausgeschöpft wurden. Dazu gehören etwa orthopädische Einlagen oder Schienen, physikalische Therapieformen, zudem Krafttraining und eventuell Spritzen, Medikamente und Nahrungsergänzungen. Die operative Behandlung kann man grob in zwei Gruppen einteilen: OPs, die das Gelenk erhalten – und solche, bei denen das Gelenk oder Teile davon ersetzt werden. Letzteres ist besonders häufig und erfolgreich.

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