Bronchoskopie: Wie genau läuft das ab?

von Redaktion

Leser, 73: Weil ich Probleme mit der Lunge habe, wurde ich zum Pneumologen überwiesen. Ich soll eine „Bronchoskopie“ bekommen. Ist diese Untersuchung sehr unangenehm und muss sie unbedingt sein?

Eine Bronchoskopie lässt sich gut mit einer Magen- oder Darmspiegelung vergleichen: Es handelt sich um eine endoskopische Untersuchung, also eine „Sichtbeurteilung“ von Luftröhre und Bronchien. Manchmal wird diese auch „Lungenspiegelung“ genannt. Das ist aber ungenau, da man die Lunge nicht direkt „sehen“ kann. Das Lungengewebe lässt sich damit aber sehr wohl untersuchen, etwa mit einer Spülung oder durch Probenentnahme mittels einer kleinen Zange. Heute wird eine Bronchoskopie meist mit einem etwa fünf bis sechs Millimeter dicken, flexiblen Gerät durchgeführt – unter lokaler Betäubung der Atemwege und im Schlafzustand („Sedierung“). Ergänzend zu Röntgentechniken wie Röntgenbild und Computertomografie handelt es sich hierbei um eine sehr hilfreiche und risikoarme Untersuchung, mit der sich auch Gewebeproben gewinnen oder Schleim absaugen lassen. Nur bei speziellen Fragen ist eine „starre Bronchoskopie“ nötig. Dabei wird unter Vollnarkose ein Metallrohr eingeführt, durch das spezielle Geräte und Werkzeuge in die Bronchien eingebracht werden. Lassen Sie sich von Ihrem Lungenarzt erklären, warum genau die Bronchoskopie bei Ihnen nötig ist. Dies hängt von der Art der Beschwerden, der Erkrankung, aber auch von Röntgenbefunden ab.

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