James Dean spielt 2020 wieder in einem großen Film mit – zum ersten Mal seit seinem Tod 1955 bei einem Autounfall. „Finding Jack“ heißt der Film, in dem die Hollywood-Legende dank Computer-Animation eine der wichtigsten Nebenrollen spielen soll. Zwei Special-Effects-Studios aus Kanada und Südafrika erwecken Dean, der heute 88 Jahre alt wäre, auf ihren Rechnern wieder zum Leben. Seine Figur wird „Rogan“ heißen. Das Studio Magic City Films, das „Finding Jack“ produziert, hat sich dazu die Rechte von Deans Erben gesichert. „Wir haben monatelang nach dem perfekten Darsteller von Rogan gesucht, der sehr extreme Charakterzüge aufweist“, erklärt Co-Regisseur Anton Ernst. „Und dann haben wir uns für James Dean entschieden“ – was dem Film eine gigantische PR verschaffen dürfte. „Finding Jack“ dreht sich um die mehr als 10 000 Truppenhunde des US-Militärs, die am Ende des Vietnam-Kriegs verschwunden sind. James Dean wird als vollständig animierte Figur in dem Film zu sehen sein, wie ein ganz normaler „lebendiger“ Darsteller. Nur seine Stimme spricht (noch) ein anderer Schauspieler. Aber auch hier soll künstliche Intelligenz bald in der Lage sein, Stimmen von Menschen komplett nachzuahmen, die dann beliebigen Text sprechen können. Bleibt als Frage an die Filmstudios: Denn sie wissen, was sie tun?