AMPHIBIENSCHUTZ

700 000 Tiere pro Jahr gerettet

von Redaktion

. Der Krötenzaun heißt eigentlich „Mobiler Amphibienschutzzaun“, je nach Region wird er von Naturschutzverbänden oder auch Straßenverkehrsämtern an neuralgischen Stellen aufgebaut. Die meisten stehen schon.

. Laut Bund Naturschutz retten die Maßnahmen jedes Jahr bis zu 700 000 Amphibien. Aber das allein reicht nicht: Die Zerschneidung ihrer Lebensräume, das Insektensterben und die intensive Landwirtschaft setzen den Beständen zu!

.Ein Problem für alle Arten sind sehr trockene Frühjahre. An sich ist es der erste warme Regen, der die Amphibien zum Loslaufen animiert. Bleibt die Feuchtigkeit aus, warten die Tiere lange, bis die Bedingungen besser sind. Irgendwann müssen sie trotzdem aufbrechen.

.Der Wandertrieb wird auch und vor allem vom hormonellen Zyklus bestimmt, in den Weibchen sind die Eier längst angelegt. Es gibt auch jene Frühjahre, wo es zwischendurch einmal kurz wärmer wird. Die Tiere hüpfen los, stellen fest, dass noch Eis da ist und verbergen sich dann in Erdspalten oder Mäusebauten. Tauen die Seen dann auf, beginnen sie abzulaichen, wenn der See teilweise noch von Eis überzogen ist. Frühes Ablaichen ist auch eine Strategie, möglichst früh dran zu sein, damit Libellen- oder Wasserkäfer- Larven noch nicht zu groß sind und die Brut gefährden.

. Während die frühlaichenden Arten eher im Fokus sind, weil engagierte Leute Schutzzäune errichten, haben jene, die später dran sind, diesen Schutz nicht mehr. Deren Tod fällt leider nicht so sehr auf. Umso wichtiger ist es, als Autofahrer eben auch ohne Schutzzäune auf Amphibien zu achten!

. An besonderen Hotspots gibt es feste Leiteinrichtungen, das sind die Betonwannen an der Straße, die immer nach einem gewissen Abstand Tunnel unter der Straße haben.

. Viele Amphibien überwintern auch im Wald. Werden Bäume dann mithilfe schwerer Maschinen gefällt und abtransportiert, können Tiere erdrückt werden. Der Bund Naturschutz fordert eine naturverträgliche und bodenschonende Forstwirtschaft. Laut Bund Naturschutz stirbt jährlich eine sechsstellige Zahl an Amphibien auf den Straßen.

. Gefährlich ist der Chytridpilz Batrachochytrium salamandrivorans, der speziell Feuersalamander bedroht, aber auch andere Arten dezimiert.

. Internet:  www.bund- naturschutz.de/tiere-in- bayern/amphibien/ wanderwege

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