Werdende Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind. Doch gehört dazu auch eine Corona-Impfung für die Mama? Von den Experten des Robert Koch-Instituts wird sie bislang nicht generell empfohlen, weil es an gesicherten Daten fehlt. Der Grund: Impfstoffe werden in frühen Studienphasen nicht an sensiblen Gruppen wie Schwangeren getestet. Das heiße aber nicht, dass Unternehmen hier eine spezielle Gefahr sehen würden, stellte die Frankfurter Virologin Prof. Sandra Ciesek kürzlich im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ klar. Das sei „das normale Vorgehen“. Die Hersteller Biontech und Pfizer haben jetzt eine Studie mit rund 4000 Schwangeren ab 18 Jahren angekündigt, mit der geklärt werden soll, wie sicher, verträglich und wirksam der Impfstoff für werdende Mütter und deren Kinder ist. Ein Teil der Frauen wird zwischen der 24. und 34. Schwangerschaftswoche geimpft, die anderen erhalten eine Scheinimpfung (Placebo). Die Ergebnisse werden mit Spannung erwartet. Schon jetzt erscheint klar: „Schwangere Frauen haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und einen schweren Covid-19-Verlauf“, sagt William Gruber, Chef für klinische Studien und Entwicklung von Pfizer. Virologin Cisek bestätigt diese Einschätzung: „Die Erkrankung ist prinzipiell gefährlicher für Schwangere als die Impfung“, sagte sie – und räumt mit einem anderen Gerücht auf: dass die Impfung Frauen unfruchtbar machen könne: Das sei eine Fehlinformation, dazu gebe es „keinerlei Hinweise oder Berichte“. mm/dpa