Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung entwickeln im Laufe ihres Lebens Gallensteine. Das ist immerhin jeder Fünfte in Deutschland. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 200 000 Gallensteinpatienten operiert. Begünstigende Faktoren sind vor allem Übergewicht, zu wenige Ballaststoffe und zu fettreiche Ernährung.
Gallensteine entstehen in der Gallenblase, wo im Übermaß vorhandenes Cholesterin Klumpen bilden kann. Seltener sind Pigmentsteine, die aus Kalzium und dem Abbauprodukt Bilirubin bestehen. Gallenstein-Patienten sollten ausreichend trinken, regelmäßig ihre Cholesterinwerte checken lassen und vor allem ihre Ernährung umstellen.
Es gibt auch Risikofaktoren, die man nicht beeinflussen kann. Dazu zählt eine genetische Veranlagung. 70 Prozent der Patienten sind Frauen. Auffallend oft betroffen sind blonde und hellhäutige Frauen jenseits der 40 Jahre. Ebenso Frauen, die mehrere Kinder zur Welt gebracht haben und/oder mit Übergewicht kämpfen.
Einer der größten Gallensteine der Welt wird im Medizinhistorischen Museum der Charité Berlin verwahrt. Er wiegt 117 Gramm. 1983 wurden einer Deutschen 3110 Steine entfernt. Den Weltrekord hält nach Berichten der „Daily Mail“ die Inderin Minati Modal (51) aus Kolkata, deren Gallenblase 11 950, teils nur Millimeter kleine Steinchen enthielt. CORINNA MARTENS