Restharn nach Bändchen-OP: Was hilft?

von Redaktion

Unwillkürlicher Urinverlust („Inkontinenz“) lässt sich durch unterschiedliche operative Verfahren korrigieren. Eine mögliche Technik ist es, die Harnröhre mit einem Kunststoff-Band zu unterfüttern, das diese etwas komprimiert. Das erleichtert das Zurückhalten des Urins. Durch Vernarbungen oder Verrutschen des Bandes kann diese Kompression zu stark werden. Dann kommt es wie in Ihrem Fall zu einer Überkorrektur, die Harnblase lässt sich nicht mehr vollständig entleeren. In einigen Fällen kann man versuchen, das Band nochmals zu dehnen. Reicht das nicht, sollte man eine Entfernung besprechen. Aufgrund der großen Zahl unterschiedlicher Bandsysteme empfehle ich Ihnen, sich dazu von dem Operateur beraten zu lassen, der das Band eingelegt hat. Ich empfehle zudem, eine Urin-Kultur anzulegen, um die vorhandenen Keime gezielt bekämpfen zu können. Diese Behandlung sollte in der Regel nicht länger als zwei Wochen dauern. Danach macht möglicherweise eine niedrigdosierte Langzeit-Prophylaxe Sinn – aber nur, wenn man auch das Restharn-Problem angeht.

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