So bleibt das Sonnenbad gesund

von Redaktion

VON CHRISTINE MERK

Warme Sonnenstrahlen auf der Haut, dazu ein kühles Bad – wie sehr haben wir uns nach diesem Sommer-Sonne-Freiheitsgefühl gesehnt. Die gute Laune steigt, die Vitamin-D-Speicher werden aufgefüllt. Nur 15 Minuten Sonnenstrahlung auf Gesicht und Arme reichen aus, um die Vitamin D-Produktion im Körper anzukurbeln. Zu viel Sonne schadet der Haut, führt zur vorzeitigen Hautalterung und kann Hautkrebs hervorrufen! Diese Punkte müssen Sie beim Sonnenbad beachten:

Die Mittel

Creme: Sie hat den höchsten Fettgehalt, wäscht sich dadurch im Wasser nicht so schnell ab und eignet sich besonders für trockene Haut. Durch den hohen Fettgehalt werden außerdem die Wirksubstanzen gegen die UV-Strahlen besser gebunden. Eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor bietet somit sehr guten Schutz.

Lotion: Der Wassergehalt ist in der Lotion höher als in der Creme. Durch ihre dünnflüssigere Konsistenz lässt sich die Lotion also besser verteilen. Die Menge ist für einen guten Schutz entscheidend: etwa drei Esslöffel sollten es für den ganzen Körper sein. Wer lange in der Sonne liegt oder zwischendrin ins Wasser geht, muss nachcremen.

Spray: Ein Spray lässt sich gut verteilen, birgt aber die Gefahr, dass man zu dünn aufträgt. Wer niemanden hat, der ihm den Rücken eincremt, kann sich mit dem Spray gut selbst helfen. Außerdem eignet es sich zum Schutz der Kopfhaut unter sehr dünnen oder kurzen Haaren. Ein Käppi oder ein Hut sind hier aber noch besser.

Gel: Wer auf Emulgatoren in Cremes und Lotionen empfindlich oder allergisch reag-iert, dem hilft möglicherweise ein Gel. Allerdings kann die Haut auch auf ein Gel mit Irritationen reagieren. Da hilft nur ausprobieren, wie sich die eigene Haut verhält.

Öl: Hier sollte man besonders auf den Lichtschutzfaktor achten: er sollte nicht unter 20 liegen. Pro Anwendung werden etwa sechs Esslöffel empfohlen.

Wirkungsweise

Chemischer Schutz: basiert auf Substanzen, die in die Haut eindringen und schädliche Strahlen in harmlose Energie umwandeln, nämlich Wärme und Infrarotlicht.

Mineralischer Schutz: In den meisten Produkten werden Titandioxid oder Zinkoxid eingesetzt. Sie bilden einen Film auf der Haut, der die UV-Strahlung reflektiert und streut.

Der Lichtschutzfaktor gibt an, um wie viel länger man theoretisch in der Sonne bleiben kann, wenn man sich zuvor eingecremt hat – ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Wer also zehn Minuten Sonne gut verträgt, könnte mit Lichtschutzfaktor 20 etwa drei Stunden in der Sonne liegen. Doch Vorsicht: Die wenigsten Sonnenanbeter verwenden genug Creme oder Lotion, damit der Sonnenschutz so gut wirkt. Dermatologen empfehlen, die Zeit nicht auszuschöpfen, sondern sich lieber auf zwei Drittel zu beschränken.

UV-Index: Er ist ein Maß für die hautschädigende UV-Strahlung im Tageshöchstwert, also um die Mittagszeit. Entscheidend sind unter anderem geografische Lage eines Orts, Höhe über dem Meeresspiegel, Bewölkung und Ozonschicht. Ab einem UV-Index von drei wird Sonnenschutz empfohlen. Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht auf seiner Homepage täglich aktuelle Daten der Messstation in München.

Kinder: Die Haut von Babys und Kleinkindern entwickelt noch nicht ausreichend schützende Pigmente und braucht deshalb besondere Aufmerksamkeit. Babys sollten stets im Schatten bleiben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät von Sonnenschutzmitteln in diesem Alter ab. Für Kleinkinder gibt es extra Sonnenschutzmittel. Wichtig sind ein hoher Lichtschutzfaktor und dass die Creme oder Lotion etwa eine halbe Stunde, bevor das Kind in die Sonne geht und in ausreichender Menge aufgetragen wird.

Wasserfestigkeit: Wenn eine Creme nach 20 Minuten im Wasser noch 50 Prozent ihrer Schutzwirkung hat, darf sie der Hersteller „wasserfest“ nennen. Heißt aber auch: Die Hälfte des Schutzes ist nach 20 Minuten Baden weg. Wer sich nach dem Schwimmen in die Sonne legt, sollte sich also erneut eincremen.

Vitamin D bildet der Körper selbst mithilfe von UV-B-Strahlen. Sonnenschutzmittel lassen immer noch genügend UV-Strahlung auf die Haut, dass Vitamin D produziert wird. Außerdem reicht es, wenn zwei- bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme der Sonne ausgesetzt sind. Das ist allemal der Fall. Im Sommer speichert der Körper meistens so viel Vitamin D, dass es für den Winter reicht.

Sonnenallergie beschreibt umgangssprachlich verschiedene Hautreaktionen, die nach Sonneneinstrahlung auftreten, etwa Rötungen, Juckreiz oder Bläschen. Die Ursachen sind vielfältig, manchmal sind sie nicht auszumachen. Auslöser können sogar bestimmte Sonnenschutzmittel sein. Bei heftigen Symptomen sollte man einen Arzt aufsuchen, um möglichst den Auslöser und die richtige Therapie zu finden.

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