Ein zweifach operierter Patient schildert seine Erfahrungen

von Redaktion

München/Donauwörth – Seit einem Snowboard-Unfall im Jahr 2011 quälte sich der Staplerfahrer und Freiwillige Feuerwehrmann Ulrich Zinsmeister (31) aus Donauwörth mit Schmerzen an der Lendenwirbelsäule.

Damals schlug er mit dem Steißbein auf einer Eisplatte auf und litt drei Jahre lang sehr. In zwei Kliniken wurde ihm zu einer Versteifungs-OP geraten. „Aber das wollte ich nicht. Mir war es sehr wichtig, flexibel zu bleiben. Deshalb kam ich 2014 ins Wirbelsäulenzentrum. Dort wurde ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert“, erinnert er sich an diese schwierige Zeit.

Weil sich im Laufe der Zeit Engstellen durch Bandscheibengewebe und zusätzlicher knöcherner Einengung entwickelten, entschied sich Zinsmeister 2018 für einen Intraspine®-Eingriff. „Bis heute habe ich an der Stelle keine Beschwerden“, berichtet er. Doch im Oktober 2020 litt er erneut unter starken Rückenschmerzen – weiter oben in der Lendenwirbelsäule lag eine weitere Engstelle vor. Für Ulrich Zinsmeister war die Entscheidung nach der Diagnose klar: Im März 2021 wurde er erneut mit der Intraspine®-Methode von Dr. Zainalabdin A. Hadi operiert.

„Nach der tollen Erfahrung mit dem ersten Eingriff war die Entscheidung für mich einfach. Das Silikon-Implantat ist einfach wie eine zusätzliche Bandscheibe für mich. Ich habe keine Einschränkungen, bin sogar beweglicher als vorher. Ich wollte keine Schrauben und Stäbe im Rücken“, erzählt der 31-Jährige.

Bei aller Freude über das positive Ergebnis bei seinem zweifach operierten Patienten betont der Neurochirurg Dr. Hadi allerdings auch, dass nicht alle Patienten mit Bandscheibenvorfall oder Wirbelkanalstenose mit der neuen Methode behandelt werden können: „Sie ist nicht geeignet bei einer großen Instabilität in der Wirbelsäule oder bei Frakturen. In solchen Fällen würde das Silikon-Implantat keine ausreichende Stabilität garantieren. Hier wäre dann eine klassische Versteifungs-Operation sinnvoll.“ Grundsätzlich habe sich die OP jedoch in vielen Fällen bewährt, gerade um Patienten mit einer langen Leidensgeschichte wie Ulrich Zinsmeister Schmerzen zu nehmen und Lebensqualität zurückzugeben.

Der berichtet dankbar und sehr zufrieden: „Sportlich mache ich zweimal die Woche Krafttraining und einmal wöchentlich eine Radtour von etwa 60 Kilometern. Ehrenamtlich bin ich wieder uneingeschränkt als Feuerwehrmann tätig.“

In seinem Job als Staplerfahrer arbeitet er häufig stehend. Wenn er zu lange steht, spürt er seinen Rücken wieder unangenehm. Ansonsten ist Ulrich Zinsmeister komplett schmerzfrei. Der Hobbysportler resümiert: „Nach den beiden Operationen war ich jeweils drei Tage in der Klinik. Schon am Folgetag ging es mir super. Nach einer Woche war ich bereits schmerzfrei. Nur beim Tragen schwerer Gegenstände brauchte ich drei Wochen lang Hilfe.“

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