„Animals’ Angels“ ist eine Tierschutzorganisation, die sich vor allem um Nutztiere kümmert, ein Schwerpunkt ist der Schutz der Tiere während des Transports. Die Engel fordern u. a. die Abschaffung von Langstrecken-Tiertransporten. Sie haben maßgeblich eingewirkt, dass Tansania ein Tierschutzgesetz hat, sie sind auf Märkten, wo mit Tieren gehandelt wird, präsent. Sophie Greger ist die internationale Projektleiterin der Organisation und setzt vor allem auf Überzeugungsarbeit. „Alle acht Agrar-Colleges in Tansania arbeiten inzwischen mit Materialien, die wir ausgearbeitet haben, wo wir über die Bedürfnisse von Tieren informieren. Und nun machen wir einen weiteren Schritt: Wir gehen in die Schulen.“
„The other Side of the Fence“ heißt das Kinderbuch, das „Animals’ Angels“ herausgegeben hat. Es erzählt die Geschichte der Kuh Luna, die davon träumt, die Welt auf der anderen Seite ihres Zaunes zu erkunden. Das Buch wird in die Landessprachen übersetzt. „Es ist kostenlos, das ist wichtig, und erzählt in kindgerechter Sprache. Mit wunderschönen Illustrationen werden die Bedürfnisse von Kühen thematisiert. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kinder ihre Eltern zunehmend ermahnen: Das Schaf braucht Wasser. So kann das Huhn nicht leben, Papa!“
Illustratorin der rührenden Geschichte ist die am Lech lebende Tiermalerin Katharina Rücker-Weininger. „Der Stil ist ein bisschen reduzierter, als ich sonst arbeite. Aber die afrikanischen Schulkinder sollen sich darin wiederfinden. Es war mir eine Herzensangelegenheit, da Kinder die Zukunft sind.“ Die ersten Bücher wurden nach Tansania und Ghana verschickt, aber in Deutschland haben Lehrer schon für den Englischunterricht angefragt!
Auch der Film „Wovon träumen Nutztiere?“ steht auf der Internetseite von „Animals’ Angels“ zum Herunterladen in Deutsch und Englisch zur Verfügung. Aus Sicht von Ziege Charlie aus Äthiopien, der Kuh Bella aus Tschechien und Miss Daisy, dem indischen Huhn, erzählt der Film, dass Tiere fühlen können. „Klimaschutz hat auch mit unserem Umgang mit Nutztieren zu tun, es kommt jetzt auf die nächste Generation an“, sagt Greger. >> www.animals-angels.de