AKTUELLES AUS DER MEDIZIN

Herzstiftung kritisiert Booster-Verzögerung Immer mehr Tumoren an Kopf und Hals

von Redaktion

Frankfurt am Main – Erst- und Booster-Impfungen gegen Covid-19 müssen verfügbar sein: „Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um diese zu ermöglichen“, fordert Professor Thomas Voigtländer, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Logistische Probleme bei Corona-Impfstofflieferungen seien „nicht akzeptabel“. Denn Impfdurchbrüche nehmen mit dem zeitlichen Abstand von der zweiten Impfung zu. Nach sechs Monaten – teils auch früher – zeigt sich bei den Geimpften eine zunehmende Abnahme des Impfschutzes, der sich unter anderem auch am Rückgang der Antikörper gegen das Spike-Protein des Sars-Cov-2-Virus zeigt. „Tritt eine Durchbruchsinfektion auf, ist der Verlauf der Infektion insbesondere auch bei Risikopatienten, also auch den Patienten mit Herzerkrankungen, wesentlich leichter als bei den Ungeimpften. Es werden weniger Intensivbehandlungen erforderlich, es sterben weniger Patienten aus dieser Gruppe“, betont der Kardiologe und Intensivmediziner. Daten des RKI weisen darauf hin, dass Ungeimpfte im Vergleich zu den Geimpften ein zirka zehnfach höheres Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Hofheim/Hornheide – Immer mehr Deutsche erkranken an Hauttumoren im Kopf- und Halsbereich. In Zahlen: Pro Jahr sind rund 250 000 Menschen betroffen und die Tendenz ist steigend. Aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG) ist das eine alarmierende Entwicklung. Da das Hauptrisiko für diese Tumoren die Sonnenexposition ist, warnen Experten der DGMKG vor zu viel UV-Strahlung, vor allem vor künstlicher UV-Strahlung in Sonnenstudios. Laut der Weltgesundheitsorganisation gehört die UV-Strahlung aus Solarien in die höchste Kategorie krebserregender Faktoren – damit sind Solarien ebenso krebserzeugend wie Tabak oder Asbest. Vor diesem Hintergrund raten Experten dringend vor dem Besuch von Sonnenstudios ab. Immerhin: Wenn Tumoren im Kopf- und Halsbereich erstmals aufgetreten sind, lassen sie sich jedoch dank moderner Operationsverfahren und neuartiger, zielgerichteter Wirkstoffe oft sehr gut behandeln. Wichtig ist allerdings die Früherkennung.

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