Tipps für einen gesunden Schlaf

von Redaktion

Sie schlafen schlecht ein, wachen nachts auf oder wälzen sich so stark hin und her, dass sie sich morgens wie gerädert fühlen? Schlafprobleme können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Professor Ulrich Voderholzer, Psychiater und ärztlicher Direktor der Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee, erklärt, wie Sie für einen erholsamen Schlaf sorgen:

Das hilft bei Problemen beim Einschlafen

. Rauchen Sie nicht und trinken Sie nach 14 Uhr keinen Kaffee und keinen Alkohol vor dem Schlafengehen.

. Treiben Sie keinen intensiveren Sport am Abend; gehen Sie lieber spazieren.

. Gehen Sie nur schlafen, wenn sie wirklich müde sind. Achten Sie darauf, dass Sie nicht tagsüber zu viel schlafen und auch nicht abends vor dem Fernseher. „Auch wenn man nachmittags einige Zeit vor sich hindöst, baut das im Körper den Schlafdruck ab und man schläft abends dann schlechter ein“, erklärt Prof. Voderholzer. Mittags nicht mehr als 20 bis höchstens 30 Minuten schlafen.

. Tauschen Sie Fernsehen oder Handy vor dem Schlafen gegen entspannende Schlafrituale.

. Nehmen Sie schlaffördernde Medikamente nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und nur dann, wenn andere Maßnahmen nicht greifen.

. Stehen Sie jeden Tag etwa zur selben Zeit auf. „Damit tun Sie sich und Ihrer inneren Uhr etwas Gutes.

. Trennen Sie sich im Bett vom Alltag. Essen oder Arbeit sind hier fehl am Platz.

Nachts aufzuwachen, ist ganz normal

. „Machen Sie sich keine Gedanken, wenn Sie nachts gelegentlich kurz aufwachen, bis zu 20-mal ist bei gesunden Erwachsenen völlig normal“, sagt Prof. Voderholzer. Das wird von den meisten Menschen aber gar nicht registriert. „Versuchen Sie, nicht zu sehr darüber nachzudenken, denn Grübeln vertreibt den Schlaf.“

. Wenn Sie partout nicht mehr einschlafen können, dann stehen Sie bewusst auf und setzen sich zum Beispiel auf einen Stuhl und lesen. Versuchen Sie, sich zu entspannen und abzulenken. „Es tut dem Schlaf nicht gut, wenn man ihn erzwingen will, da er eine autonome Körperfunktion ist, die man nicht erzwingen kann“, sagt Prof. Voderholzer.

Albträume und nächtliches Schwitzen

. Wer unter Albträumen leidet, kann probieren, diese aufzuschreiben und dabei versuchen, sie umzuschreiben mit einem glücklichen Ende, rät Voderholzer: „Damit nimmt man ihnen den Schrecken.“

. Auch bestimmte Medikamente können die Ursache für Albträume sein. Fragen Sie Ihren Arzt.

. Gegen nächtliches Schwitzen hilft es, in einem kühlen Raum von 15 bis 17 Grad zu schlafen. Zudem kann es helfen, zwei dünnere Decken zu haben – so kann man eine weglegen, wenn einem zu heiß wird.

. Manchmal sind auch Funktionsstörungen der Schilddrüse oder hormonelle Schwankungen die Ursache. Ziehen Sie im Zweifel Ihren Arzt zu Rate.

. Auch stark gewürztes Essen lässt einen manchmal nachts stark schwitzen. svs

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