Wer gesagt bekommt, für Zahnimplantate habe er zu wenig Kieferknochen , sollte sich nicht entmutigen lassen. Denn in sehr vielen Fällen ist es trotzdem möglich, Implantate einzusetzen. Meistens ist im Bereich des Kinns beziehungsweise unter der Nase genügend Knochensubstanz vorhanden, um die etwa 13 Millimeter langen Implantate zu setzen. Dank einer speziellen Bohr- und Verankerungstechnik reicht bereits ein dünnes Knochenfundament aus. Doch selbst wenn dieses nicht vorhanden ist, können wir das Problem mit Maßnahmen zum Knochenaufbau in den allermeisten Fällen sehr gut lösen. Das ist sehr oft in ein und derselben Operation möglich. Um Knochen wieder aufzubauen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im Oberkiefer öffnen wir beispielsweise ein kleines Knochenfenster, gelangen so schonend in die Kieferhöhle und platzieren auf deren Boden Knochenpartikel. Diese heilen dort ein, und die Knochensubstanz vergrößert sich. Wer ein neues Gebiss braucht, der muss übrigens nicht – wie manche Patienten irrtümlich befürchten – mehrere Operationen über sich ergehen lassen. Heutzutage ist es in den meisten Fällen möglich, die Patienten innerhalb nur eines Tages mit festen dritten Zähnen zu versorgen. Dazu nutzen wir ein spezielles System, das mit lediglich vier künstlichen Zahnwurzeln für einen Kiefer auskommt.