AKTUELLES AUS DER MEDIZIN

Implantate für bessere Stimme Hightech gegen Schuppenflechte Essstörungen wegen Corona

von Redaktion

Hannover – Eine Lähmung der Stimmlippen kann sowohl die Stimme als auch die Atmung erheblich beeinträchtigen. Ist nur eine der paarig im Kehlkopf liegenden Stimmlippen von der Lähmung betroffen, macht sich dies vor allem durch eine heisere oder hauchige Stimme bemerkbar. Sind beide Stimmlippen gelähmt, ist besonders die Atmung und damit auch die Belastbarkeit der Betroffenen eingeschränkt. Mithilfe von Bioimplantaten können die Beschwerden heute jedoch in vielen Fällen gelindert und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden. Darauf haben Experten der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie anlässlich ihres 93. Jahreskongresses hingewiesen.

München – Eine klinische Studie bestätigt den Erfolg eines von Helmholtz Munich und der Technischen Universität München (TUM) entwickelten Scanners für die Behandlungskontrolle von Schuppenflechte. Mit der neuen Technologie blicken Ärzte tiefer in die Haut der Betroffenen, als dies mit bisherigen klinischen Methoden möglich war. Somit können sie besser einschätzen, wie stark die Krankheit ausgeprägt ist und wie gut eine Behandlung anschlägt. Die Scanner könnten in Kliniken weltweit zum Einsatz kommen, eine Zertifizierung ist bis Ende 2022 geplant.

München – Die Corona-Krise hinterlässt nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei jungen Erwachsenen und Mittfünfzigern große seelische Spuren. Dies zeigt sich laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse insbesondere in Form eines gestörten Essverhaltens. Überraschend: Vor allem bei Männern haben Essstörungen wie Anorexie und Bulimie im ersten Corona-Jahr rekordverdächtig zugenommen. Laut Analyse ist der Anteil der 18- bis 24-jährigen Männer mit einer entsprechenden Diagnose von 2019 auf das erste Corona-Jahr 2020 um fast 19 Prozent angestiegen. Aber auch bei den 50- bis 59-jährigen Männern registriert die KKH ein überdurchschnittliches Plus innerhalb dieses einen Jahres von zwölf Prozent. In der Regel zeigen Jahresvergleiche eine Veränderung von drei bis vier Prozent. Bei den Frauen ist der Anteil der Erkrankten seit Corona nur leicht gestiegen, jedoch machen sie mit über 80 Prozent nach wie vor die große Mehrheit der Betroffenen aus.

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