Leberpatienten haben höheres Risiko bei Herzoperationen

von Redaktion

Frankfurt – „Patienten mit Leberproblemen tragen ein dreifach erhöhtes Risiko für Komplikationen bei Herzoperationen“, erklärt Dr. Hristo Kirov, Oberarzt an der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie des Uniklinikums Jena (UKJ). So kann es beispielsweise zu einer Gefäßerweiterung und infolgedessen zu einem Blutdruckabfall, Blutungen bei und nach der Operation, neurologischen Langzeitfolgen wie etwa Schlaganfall oder Hirnblutung sowie Multiorganversagen kommen. Etliche sterben daran.

Offen ist bislang, warum manche der Risikopatienten diese schweren Folgen erleiden und sogar versterben – bei anderen aber, die das gleiche Risiko haben, Eingriff und Genesung problemlos verlaufen. Dieser Frage will der Jenaer Herz- und Thoraxchirurg in einem Forschungsprojekt namens „Metabolomische Charakterisierung von herzchirurgischen Patienten mit Leberdysfunktion“, kurz Cointreau-Trial, auf den Grund gehen. Dafür erhält er die von der Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF) finanzierte Dr.-Rusche-Projektförderung in Höhe von 60 000 Euro.

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