Extrem schmerzhafte Blitze im Gesicht

von Redaktion

Leserin (59) : Ich leide wahrscheinlich unter einer Trigeminusneuralgie. Die Schmerzen sind schlimm. Welche Behandlungsmehoden gibt es?

Wichtig ist für Sie, dass Sie schnell eine gesicherte Diagnose bekommen. Der Trigeminus- oder auch Drillingsnerv ist mit seinen drei Hauptästen für wichtige Gefühlswahrnehmungen in Stirn, Kopf-, Augen- und Nasenbereich sowie der Kinn- und Kieferregion zuständig und darüber hinaus für die Motorik der Schläfen- und Kaumuskulatur verantwortlich. Liegt eine Schädigung des Nervs vor, kann es zu Schmerzen kommen, die in ihrer Intensität mit Wehen verglichen werden. Bevor die richtige Diagnose gestellt wird, erleben viele Betroffene zunächst ein regelrechte Ärzte-Odyssee. In einem MRT-Scan lässt sich deutlich erkennen, ob Gefäße und Nerven sich berühren. Darüber hinaus sehen wir auch weitere mögliche Faktoren wie Aneurysmen oder Tumore auf dem MRT. Da Schmerzmittel kaum Linderung bringen, erhalten Patienten meist Natriumkanalblocker, die nur eine kurzfristige Lösung sein können. Hilfe verspricht die mikrovaskuläre Dekompression. Dabei wird ein kleines Polster zwischen Trigeminusnerv und Blutgefäß eingefügt. Als sanfte Alternative gilt die Thermokoagulation, bei der der Nerv mit einer Radiofrequenzsonde punktuell verödet wird. Oft spüren die Patienten schon nach der ersten Behandlung keine Schmerzen mehr.   dop

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