Reiseapotheke für Kinder und Erwachsene

von Redaktion

München – Egal wohin es geht: Nasenspray, Produkte zur Wundversorgung und Schmerzmittel gehören auf jedem Trip in die Reiseapotheke. Das rät die Stiftung Warentest im aktuellen Heft (8/2022). Für die Wundversorgungen sollten im Gepäck in jedem Fall Heft- und Rollenpflaster, Mullbinden, elastische Binden, sterile Wundkompressen und Einmalhandschuhe sein. Außerdem eine kleine Schere, eine Pinzette für Splitter und Zecken und ein Fieberthermometer.

Vor allem bei Reisen in ferne und tropische Länder sollten Sie Mittel gegen Übelkeit und Durchfall sowie Elektrolytpulver im Gepäck haben.

Wer viel in der Natur unterwegs ist, muss sich gegen Insekten schützen. In Süddeutschland ist auch die Zeckenprophylaxe wichtig. Infos zu Reiseländern und Beratungsstellen bieten das Centrum für Reisemedizin (crm.de) und das Auswärtige Amt (auswärtiges-amt.de).

Wer mit Kindern reist, sollte kindgerechte Medikamente in passenden Dosierungen einpacken. Kinder vertragen manche Wirkstoffe nicht und haben oft Probleme mit dem Schlucken. Mit Neugeborenen und Säuglingen sollten Reisende unterwegs bei Beschwerden sofort zum Arzt gehen, rät Stiftung Warentest.

In die Reiseapotheke gehört natürlich auch, was Reisende dauerhaft einnehmen müssen. Ratsam ist, ein Drittel mehr davon einzupacken, falls es zu ungeplanten Verzögerungen wie Flugausfällen oder Quarantäne kommen sollte. Eine ärztliche Bescheinigung auf Englisch über die Notwendigkeit der Medikation schützt vor Ärger beim Zoll.

„Nicht nur bei älteren oder venenkranken Menschen kann stundenlanges Sitzen in Kombination mit sommerlicher Hitze das Risiko für eine Thrombose erhöhen. „Dabei bildet sich ein Blutgerinnsel vornehmlich in den Venen der Beine“, erklärt Dr. med. Reza Ghotbi, Chefarzt der Kliniken für Gefäßchirurgie an den Helios Kliniken München West und Perlach. Im schlimmsten Fall kann das zu einer lebensbedrohlichen Embolie führen.

Was viele nicht wissen: Eine Thrombose kann noch bis zu 14 Tage nach einer langen Fahrt auftreten. Schwellungen, eine bläuliche Verfärbung am Bein, Schmerzen, Spannungsgefühl beim Laufen oder eine glänzende Haut sind erste Anzeichen. Bei einem Verdacht sei es wichtig, schnellstmöglich einen Arzt zu konsultieren.

Zur Vorbeugung empfiehlt Dr. Ghotbi bequeme, lockere Kleidung und flache Absätze. Trinken Sie an heißen Tagen mindestens 2,5 Liter Wasser oder Saftschorle. Tagsüber sollten Sie die Beine öfter mal kalt duschen und nach Möglichkeit hochlegen. Bei Autofahrten sollten Sie alle ein- bis zwei Stunden Pausen einlegen. Auf langen Flügen können Sie im Gang auf und ab laufen. Tragen Sie auf Flugreisen leichte Kompressionsstrümpfe, wenn Sie unter einer Venenerkrankung leiden.

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