London – Fast die Hälfte aller Krebs-Todesfälle weltweit ist laut einer großangelegten Studie auf bestimmte Risikofaktoren zurückzuführen, insbesondere auf den Konsum von Tabak und Alkohol. Laut der jetzt vom Fachblatt „The Lancet“ veröffentlichten Untersuchung sind 44,4 Prozent der Krebstoten auf solche Risiken zurückzuführen. Der größte Einzelfaktor ist das Rauchen mit einem Anteil von 33,9 Prozent, gefolgt vom Alkohol mit 7,4 Prozent.
Die Studie wurde von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung finanziert. Sie bestätigt im Grunde bereits bekannte Fakten über den Krebs. Allerdings stellt sie die Erkenntnisse dank tausender beteiligter Wissenschaftler auf eine deutlich breitere Grundlage.
Dass mehr als die Hälfte der weltweiten Krebs-Todesfälle nicht auf konkrete Risikofaktoren zurückzuführen sind, zeigt den Studienautoren zufolge aber, dass im Kampf gegen Krebs gesundheitliche Prävention allein nicht ausreicht. Zur Bekämpfung dieser Fälle müsse an zwei Faktoren angesetzt werden: an der Krebs-Früherkennung und wirksamen Therapien.
Schlafmangel macht Menschen einer Studie zufolge weniger großzügig und hilfsbereit. Das berichten Forschende der US-Universität Berkeley im Fachmagazin „PLOS Biology“. Die Wissenschaftler um Eti Ben Simon konnten zeigen, dass die über 100 Probanden nach einer Nacht mit zu wenig Schlaf nach eigener Aussage weniger Drang verspürten, anderen zu helfen. Dabei ging es beispielsweise um Hilfe für einen verletzten Fremden auf der Straße.
Die Forschenden um Eti Ben Simon untersuchten auch, ob sich die Umstellung auf Sommerzeit – die Nacht ist eine Stunde kürzer – auf das Spendenverhalten von Bürgern auswirkt. Tatsächlich spendeten Menschen in der Woche nach der Zeitumstellung im Schnitt zehn Prozent weniger – in Staaten ohne Zeitumstellung gab es diesen Rückgang nicht.
Die Forscher unterzogen Probanden auch Gehirn-scans nach acht Stunden Schlaf sowie nach einer Nacht ganz ohne Nachtruhe. Sie fanden heraus, dass bestimmte Bereiche des Gehirns, die für Einfühlungsvermögen und Empathie wichtig sind, nach einer schlaflosen Nacht weniger aktiv sind.